Schnellster im Trainingslager
Odonkor hat sich schon eingelebt

"Credo Deum et Familiam" - diesen lateinischen Spruch hat sich David Odonkor in Schnörkelschrift auf den Unterarm tätowieren lassen. "Ich glaube an Gott und die Familie" heißt der Satz auf Deutsch. An seine WM-Teilnahme hat der Neu-Nationalspieler bis vor kurzem noch nicht geglaubt. Jetzt ist er mittendrin und schlägt sich nach ersten Eindrücken nicht schlecht.

HB CAGLIARI. Im täglichen Umgang tritt der gläubige Protestant weniger sendungsbewusst auf. "Sehr verhalten und zurückhaltend" hat Assistenztrainer Joachim Löw den 22-jährigen Dortmunder Profi zunächst im Trainingslager auf Sardinien erlebt.

Doch taut der überraschend nominierte Flügelflitzer inzwischen auf: Unter Deutschlands Elitekickern fühle er sich keineswegs befangen, sondern "sehr wohl", betont der mit 1,74 Meter eher klein gewachsene Stürmer. "Es macht viel Spaß, das Team hat mich super aufgenommen."

Einige der jungen Kicker wie Bastian Schweinsteiger, Lukas Podolski und Marcell Jansen kennt Odonkor bereits gut aus der U21-Nationalelf, den Innenverteidiger Robert Huth sogar noch aus der U16. Und inzwischen ist auch Odonkors Freundin in die weitläufige Luxus-Ferienanlage "Forte Village" am Südzipfel der Mittelmeer-Insel nachgereist; sie musste in Deutschland noch eine wichtige Klausur schreiben.



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Das Training unter Anleitung des amerikanischen Fitness-Gurus Mark Verstegen mit vielen Übungen für die Kraft und Stabilität findet der muskelbepackte Kicker, dessen Vater aus Ghana und Mutter aus Deutschland kommt, sehr gut. "Aus dem Verein kenne ich das so nicht, das macht viel Spaß." Am Donnerstag bekamen die Nationalspieler etwa die ungewöhnliche Aufgabe, zur Kräftigung des Oberkörpers Medizinbälle gegen die Wand zu werfen.

Auch umgekehrt ist Verstegen von Odonkor angetan. "Ich habe gehört, er läuft die 100 Meter in 10,7 Sekunden." Gemessen habe er es nicht, aber nach seinem Eindruck "ist er auf jeden Fall der schnellste Mann im Lager".

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