Schock für Paris
Bestechungsverdacht gegen PSG-Chef

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Hausdurchsuchungen bereits durchgeführt

In dem neuen Fall ist neben al-Khelaifi auch ein weiterer namentlich nicht genannter Geschäftsmann betroffen. Konkret ermittelt die Schweizer Behörde neben dem Verdacht der Bestechung noch wegen Betrugs, der ungetreuen Geschäftsbesorgung sowie der Urkundenfälschung. In diesem Zusammenhang war es in Kooperation mit den Behörden in Frankreich, Griechenland, Italien und Spanien an verschiedenen Orten zu Hausdurchsuchungen gekommen. So wurden am Donnerstag unter anderem die Pariser Büros des TV-Senders BeIN Sports France durchsucht.

In den zurückliegenden Wochen sind die Ermittler offenbar auf genügend Material gestoßen, um ein Strafverfahren zu eröffnen. Dies dürfte ein schwerer Schlag für al-Khelaifi, von dem es zunächst keine öffentliche Stellungnahme zu den Vorwürfen gab, sein. Schließlich ist der Unternehmer gerade dabei, PSG als Weltmarke im Fußball zu etablieren. Neben Neymar war im Sommer auch der französische Jungstar Kylian Mbappé nach Paris gewechselt. Ein Transfer, der bis nächsten Sommer ein Volumen von 180 Millionen Euro erreicht. Damit hat PSG seit 2012 schon weit über eine Milliarde Euro dank der Geldgeber aus dem Golfstaat investiert. Die UEFA hat diesbezüglich auch Untersuchungen wegen des Verstoßes gegen das Financial Fairplay eingeleitet.

Seitdem sich die Schweizer Bundesanwaltschaft dem Korruptionssumpf bei der FIFA angenommen hat, stoßen die Ermittler immer wieder auf Verbindungen nach Katar. Schließlich laufen bereits seit geraumer Zeit Untersuchungen wegen Korruption bei den WM-Vergaben 2018 nach Russland und 2022 nach Katar. Im Jahr 2010 hatte die FIFA in einer skandalumwitterten Doppelvergabe die Turniere vergeben.

Seit dem WM-Zuschlag ist Katar noch aggressiver auf den Sportmarkt getreten. 2011 übernahm die Qatar Sports Investments den französischen Club PSG, als Statthalter des Emirs Hamad Ben Khalifa Al-Thani wurde al-Khelaifi eingesetzt, ein früherer Davis-Cup-Spieler. Der diplomierte Betriebswirt sonnt sich seither gerne in den teuer erkauften Erfolgen des Clubs, erst jüngst durfte er stolz das 3:0 von PSG gegen den deutschen Rekordmeister FC Bayern München bejubeln. Gut möglich, dass für ihn das sportliche Geschehen nun ein wenig in den Hintergrund rücken wird.

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Agentur
dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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