Schwache Abwehr, gute Moral
DFB-Team trotzt der Ukraine ein Remis ab

Die deutsche Nationalmannschaft hat sich im Kiewer EM-Finalstadion nicht titelreif präsentiert. Immerhin aber schaffte die Löw-Herde trotz schwacher erster Hälfte noch ein Remis - und das trotz eines großen Mankos.
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KiewDie deutsche Fußball-Nationalmannschaft hat sich im EM-Finalstadion noch nicht titelreif präsentiert. 233 Tage vor dem Endspiel der EURO 2012 kam das Team von Bundestrainer Joachim Löw beim "Premieren-Ball" in Kiew nicht über ein 3:3 (1:3) gegen EM-Gastgeber Ukraine hinaus. Immerhin bewies die spielerisch nicht überzeugende DFB-Auswahl Kampfgeist und glich in der zweiten Hälfte nach einem Zwei-Tore-Rückstand noch aus.

Sie verhinderte dadurch mit viel Mühe die zweite Niederlage des Jahres nach dem 1:2 gegen Australien im März. Am Dienstag (20.45 Uhr/ZDF) hat das deutsche Team im Prestige-Duell gegen den Vize-Weltmeister Niederlande in Hamburg die Chance, erstmals seit 2004 wieder einen Sieg zum Jahresabschluss einzufahren.

Die Tore für die Ukraine erzielten Andrej Jarmolenko (28.), Jewgeni Konopljanka (36.) und Sergej Nazarenko (45.). Toni Kroos sorgte im Olympiastadion von Kiew, wo am 1. Juli 2012 das EM-Endspiel stattfindet, vor dem Wechsel zwischenzeitlich für das 1:2. Dem eingewechselten Simon Rolfes gelang in der 65. Minute der 2:3-Anschlusstreffer, Thomas Müller glich in der 77. Minute für die DFB-Auswahl, die die Ausfälle der Leistungsträger Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger, Manuel Neuer und Miroslaw Klose nur bedingt kompensieren konnte, aus.

Vor allem Torwart Ron-Robert Zieler von Hannover 96 erlebte bei Temperaturen um den Gefrierpunkt und leichten Schneeschauern zunächst ein missglücktes Debüt. In der ersten Halbzeit konnte er sich kein einziges Mal auszeichnen, musste den Ball aber dreimal aus dem Netz holen.

Auch die Premiere des "Zauber-Duos" Mesut Özil und Mario Götze brachte nicht den erhofften Esprit und Erfolg - ebenso wie die erstmals von Löw getestete Taktik mit einer Dreier-Abwehrkette, die immer wieder große Lücken offenbarte. Torjäger Mario Gomez, der mit seinen 26 Jahren der älteste und erfahrenste Akteur in der DFB-Startformation war, hätte sich in seinem 50. Länderspiel wohl auch einen besseren Einstand als Kapitän gewünscht.

Die beiden hochbegabten Spielmacher Özil und Götze, die ansonsten kaum Akzente setzen konnten, sorgten immerhin für die erste gute Chance der deutschen Elf. In der 9. Minute schickte Özil den Dortmunder mit einem gefühlvollen Pass auf die Reise, Götze wurde aber in letzter Sekunde abgeblockt. Zuvor hatte die Ukraine vor gut 69.720 Zuschauern durch ihren Superstar Andrej Schewtschenko eine frühe Führung verpasst. Schewtschenko traf nach einem Alleingang nur das Außennetz.

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