Schwache Leistung
Stuttgart müht sich zu einem 2:0 gegen Domzale

Mit einem 2:0-Sieg über den slowenischen Vioze-Meister NK Domzale ist der VfB Stuttgart in den Uefa-Pokal gestartet. Das 1:0 erzielte Jon Dahl Tomasson bereits in der siebten Spielminute. Das zweite Tor für die Schwaben erzielte Christian Gentner.

HB STUTTGART. Der VfB Stuttgart hat seinem italienischen Star-Trainer Giovanni Trapattoni im Uefa-Pokal trotz einer erneut erschreckend schwachen Leistung den ersten Erfolg beschert. Nach dem Fehlstart in der Bundesliga mit vier Partien ohne Sieg gewannen die Schwaben das Erstrunden-Hinspiel gegen den slowenischen Vize-Meister NK Domzale 2:0 (1:0) und untermauerten damit ihre Chance, im Rückspiel in zwei Wochen den Sprung in die finanziell lukrative Gruppenphase perfekt zu machen. Neuzugang Jon Dahl Tomasson (7.) und Christian Gentner (89.) erzielten die Tore für die Stuttgarter, die immerhin erstmals in der laufenden Saison ohne Gegentreffer blieben.

Trotz der frühen Führung durch den dänischen Nationalspieler Tomasson, der im dritten Spiel in Folge traf, war den VfB-Profis die Verunsicherung vor 12 000 Zuschauern im Gottlieb-Daimler-Stadion bis beinahe bis zum Schlusspfiff deutlich anzumerken. Zwar waren die Schwaben gegen Sloweniens Tabellenführer die bessere Mannschaft, blieben aber erneut deutlich unter den Erwartungen.

"Ein Gegentor wäre ärgerlich gewesen"

Trapattoni stellte denn auch die positive Abwehr-Leistung in den Vordergrund seiner Analyse: "Ich bin zufrieden, weil wir kein Tor kassiert haben. Im Uefa-Cup dauert ein Spiel 180 Minuten, und ein Gegentor wäre ärgerlich gewesen."

Tomasson verband hingegen seine Einschätzung des derzeitigen Leistungsstandes seiner Elf mit aufmunternden Worten: "Im Moment müssen wir zufrieden sein, wenn wir das Spiel gewinnen. Wir sind in einer schwierigen Situation. Trotzdem kämpft jeder für jeden. Wenn wir weiterhin Spiele gewinnen, werden wir auch wieder besser Fußball spielen."

VfB-Startelf auf drei Positionen verändert

Trapattoni hatte wieder rotieren lassen und seine Startelf im Vergleich zum 1:1 in der Bundesliga am vergangenen Samstag gegen Arminia Bielefeld auf drei Positionen verändert. Andreas Hinkel musste auf der rechten Abwehrseite für Martin Stranzl weichen und schmorte zunächst ebenso auf der Bank wie sein Nationalmannschafts-Kollege Thomas Hitzlsperger und Routinier Markus Babbel.

VfB-Präsident Erwin Staudt hatte Trapattoni unmittelbar vor der Partie nochmals den Rücken gestärkt. "Ich bin davon überzeugt, dass die Methode Trapattoni allmählich greift. Wir stehen voll dahinter, was der Trainer macht", sagte Staudt.

VfB nach der Führung mit guten Torgelegenheiten

Tomasson verpasste nur zwei Minuten nach seinem frühen Führungstreffer durch einen platzierten Kopfball das 2:0. Gentner (10.), Jesper Grönkjaer (14.) und Fernando Meira (20.) vergaben weitere gute Gelegenheiten. Glück hatte der ansonsten beschäftigungslose VfB-Torwart Timo Hildebrand, dass ein Schuss von Domzales Torjäger Ermin Rakovic (37.) knapp am Tor vorbei strich.

Auch nach dem Seitenwechsel blieben die Angriffsbemühungen der Hausherren zumeist Stückwerk. Tomasson war im Sturm auf sich allein gestellt. Neuzugang Danijel Ljuboja, der erstmals von Beginn an auflief, blieb harmlos. Im Mittelfeld war das Fehlen eines Spielmachers deutlich zu erkennen. Die beste Möglichkeit in der zweiten Halbzeit vor Gentners entscheidendem Treffer hatte Silvio Meißner (73.) mit einem Kopfball aus zehn Metern.

Domzales Trainer Slavisa Stojanovic sagte, er habe sich Stuttgart stärker vorgestellt. "Wir haben gezeigt, dass wir gleichwertig waren. Die zwei Gegentore sind leider durch Unerfahrenheit meiner Spieler entstanden. Trotzdem geben wir noch nicht auf."

© SID

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