Schwarze Woche im Fußball

Schalke und Mainz retten deutsche Uefa-Bilanz

Die Spanier haben die Bundesliga-Vereine eindrucksvoll deklassiert und die Führung im Uefa-Ranking ausgebaut. Wenigstens in der Europa League konnten die Deutschen punkten – und England sowie Italien auf Abstand halten.
„Ein Terror für ganz Europa“
Kicker
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„Simeones Truppe wieder zu stark“, urteilt das Fußballmagazin. In der vergangenen Saison war Bayern München im Halbfinale der Champions League an den Madrilenen gescheitert.

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„Bayerns Atlético-Albtraum geht weiter: 1. Pleite unter Ancelotti.Das Vincente Calderon bleibt das Horror-Stadion für die Bayern. 154 Tage nach der Halbfinal-Pleite in Madrid (0:1) verliert München wieder in der Champions League bei Atletico 0:1.“

Süddeutsche Zeitung
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„Atlético legt Bayern lahm. Yannick Carrasco trifft in der 35. Minute, dem FC Bayern gelingt nicht viel.“

AS (Spanien)
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„Atlético außer Rand und Band. Zweiter Champions-League-Sieg – und das gegen Bayern, wie in der letzten Saison. Die Deutschen bauten im Laufe des Spiels ab. Atlético hat Bayern nochmal weggehauen – und dieses Mal im großen Stil. Simeones Atlético ist der Repräsentant des Marxismus auf dem Rasen: Alles Malocher. Carrascos Tor war ein Peitschenhieb.“

El Mundo Deportivo (Spanien)
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„Atlético ist eine 'deutsche Maschine' mit südländischer Seele. Simeones Mannschaft war sogar deutscher als die Bayern. Ancelotti fand wieder nicht das Mittel, um Atlético zu knacken. Atlético wusste eher, was sie mit dem Ball anstellen sollten. Man hat gesehen, dass man gegen Bayern bestehen kann. Man hat das Gefühl, dass Atlético in dieser Champions-League-Saison viele ärgern wird.“

Marca (Spanien)
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„Ein Terror für ganz Europa. Atlético schlägt die Bayern zum wiederholten Male und meldet seine Ansprüche an. Bayern hatte nur zu Beginn das Sagen, danach übernahmen die Rot-Weißen das Zepter. Die Dominanz der Bayern war eher virtuell als effektiv. Das Schreckgespenst heißt Atlético Madrid.“

„Wenn ein neuer Trainer kommt, geht nicht innerhalb von ein, zwei Monaten alles so von der Hand“
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Stürmer Thomas Müller angesichts des Wechsels von Pep Guardiola zu Carlo Ancelotti.

DüsseldorfDas waren bittere Spiele in der Champions League. Die besten Klubs aus Spanien bewiesen im direkten Vergleich mit den deutschen Topteams, warum sie seit Jahren die Pokale in Europa abräumen. Nur Borussia Dortmund sah gegen Real Madrid gut aus und erkämpfte sich ein verdientes Unentschieden.

Zwei Remis und zwei Siege sind unter dem Strich jedoch zu wenig für den Anspruch der Bundesliga. Entsprechend mager fällt daher auch die Bilanz nach zwei Spieltagen aus. In der Fünfjahreswertung der Uefa, die maßgeblich ist für die künftigen Startplätze, liegen die Deutschen aktuell nur auf Platz 9 – hinter Österreich und Israel.

Zum Glück fallen die bisherigen Niederlagen im Ranking nicht besonders ins Gewicht. Am Ende ist auch weniger entscheidend, wie viele Punkte die führenden Dänen in dieser Saison holen, sondern was die italienischen und englischen Verfolger machen. In diesem Vergleich sieht es noch gut aus. Trotz der mageren Bilanz am 2. Spieltag liegt Deutschland weiter auf dem zweiten Platz.

Spanien führt uneinholbar mit mehr als 20 Punkten Vorsprung vor Deutschland. Dieser Abstand spiegelt schon mehr als einen Klassenunterschied wider. England und Italien liegen rund drei beziehungsweise sechs Punkte hinter den Deutschen, haben aber am zweiten Spieltag deutlich besser abgeschnitten und daher mehr Punkte für die Uefa-Wertung geholt.

Italien hat zudem noch den Vorteil, dass es nur mit sechs Vereinen gestartet ist, während aus der Bundesliga der siebte, Hertha BSC, bereits in der Qualifikation ausgeschieden ist. Dadurch werden die Punkte (zwei für einen Sieg, einer für ein Remis) nur durch sechs geteilt, während der Divisor bei den Engländern und Deutschen sieben beträgt (aufgrund der höheren Starterzahl).

Wenn die deutschen Vereine nicht jedes Mal wie in dieser Woche einbrechen, sollten sie allerdings zumindest ihren Platz im Uefa-Gesamtranking halten, auch wenn der Vorsprung vor den direkten Konkurrenten noch etwas schrumpfen könnte. Schließlich stehen ja noch mindestens weitere drei Spiele gegen die Spanier an – zwei davon auswärts. Kein gutes Omen.

Mainz bestätigt gute Leistungen
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