Schweizer Presse bejubelt WM-Qualifikation
„Himmel und Hölle am Bosporus"

Das Skandalspiel in der WM-Qualifikation zwischen der Türkei und der Schweiz hat auch in der Presselandschaft hohe Wellen geschlagen.

HB DÜSSELDORF. Einen Tag nach dem Play-off-Rückspiel in Istanbul fühlten sich türkische Zeitungen nach dem Ausscheiden von den Eidgenossen provoziert und in „eine Falle gelockt" (Fanatik), die Neue Zürcher Zeitung echauffierte sich nach der 2:4-Niederlage in Istanbul: „Es war ein Spiel, das manchmal keines mehr war, mit Angst, Scharmützeln, eigentlichen Hetzjagden, sogar Verletzten und Szenen, die niemand sehen will."

Die Stimmen im einzelnen:

Hürriyett (Türkei): „Wir haben unser Visum für Deutschland an die Schweizer verschenkt. Es ist schade, dass wir vor den Toren Deutschlands umkehren müssen. 70 Millionen Türken weinen."

Fanatik (Türkei): „Es war die schwärzeste Nacht. Unser Traum ist zu Ende. Wir haben mit Herz gespielt und unser Bestes gegeben, aber wir mussten unsere Hoffnungen im grünen Rasen begraben. Mit ihren Provokationen haben uns die Schweizer ein eine Falle gelockt. Über das Ende muss die Fifa entscheiden."

Sabah (Türkei): „Der Himmel ist auf uns herabgestürzt. Wir haben sehr gut gespielt, doch die Provokationen der Schweizer haben uns zu Fehlern verleitet. Wir haben Tränen in den Augen und Schmerzen im Herzen."

Star (Türkei): „Es sollte nicht sein. Wir konnten die letzte Hürde auf dem Weg zur WM nicht nehmen. Dafür haben es die hässlichen Schweizer geschafft, nach Deutschland zu fahren. Sie haben wieder provoziert und für Rangeleien gesorgt."

„Basler Zeitung“: „Was für ein Spiel. Was für eine Dramatik. Die Schweizer Nationalmannschaft hat im Hexenkessel Sükrü-Saraçoglu- Stadion Fußball-Geschichte geschrieben. Die Umstände, unter denen dieses Rückspiel über die Bühne gehen musste, waren schlicht skandalös. Das unschöne Ende eines Schweizer Happy Ends muss vom Weltfußballverband konsequent bestraft werden.“

„Der Bund“: „Ein normales Fußballspiel ist etwas anderes. Es war wie erwartet ein Abend der Emotionen, der Hochspannung, aber auch des Lärms, der Nervosität, der Wurfgeschosse und der Provokationen. Bereits vor dem Spiel war gut ersichtlich, auf welche Art die Türken doch noch zur WM gelangen wollten. Die Fans vor dem Stadion begegneten allen, die aus der Schweiz kamen, mit Verachtung.“

„Blick“: „Himmel und Hölle am Bosporus. Jetzt muss der internationale Fußball-Verband Fifa hart durchgreifen. Wer sich derart unsportlich benimmt, hat im Sportgeschäft nichts zu suchen.“

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