Schwere Aufgabe für Defensivmann
Friedrich vor Duell mit Ljungberg

Nach schwächerer Form in den ersten beiden Vorrundenspielen hat sich Arne Friedrich im Spiel gegen Ecuador verbessert gezeigt. Im Achtelfinale bekommt er es mit dem Schweden Frederik Ljungberg zu tun.

Öffentlich so stark kritisiert wie nach den ersten beiden Vorrundenspielen wurde Arne Friedrich wohl noch nie. Er tat gut daran, die tägliche Zeitungslektüre wegzulassen. Inzwischen wagt der Kapitän von Hertha BSC Berlin sich wieder einen Blick in die Presse zu werfen. Gerade rechtzeitig vor dem Achtelfinale am Samstag gegen Schweden in München zeigt sich der 27-Jährige in verbesserter Form.

Nach dem "Heimspiel" in Berlin gegen Ecuador mit guter Leistung sieht sich Friedrich gerüstet für das Duell im Achtelfinale gegen Arsenals Star Frederik Ljungberg. "Ich denke, dass ich kein Problem haben werde. Ich habe genügend Selbstvertrauen und keine Angst vor irgendeinem Gegner", meinte der Hertha-Kapitän am Mittwoch und zeigte sich mit seiner Leistung gegen Ecuador "soweit zufrieden".

"Nicht einfach gewesen, so kritisiert zu werden"

Dem Rechtsverteidiger war am Tag nach dem Vorrunden-Abschluss durchaus eine gewisse Erleichterung darüber anzumerken, dass es nach seinen schwachen Auftritten gegen Costa Rica (4:2) und Polen (1:0) wieder einigermaßen aufwärts ging und "ich meine Leistung stabilisiert habe". Zuletzt, gestand er ein, "ist es nicht einfach gewesen, so kritisiert zu werden".

Das Wichtigste sei in dieser Phase gewesen, "dass ich immer die komplette Rückendeckung vom Trainer, von meiner Familie und meiner Freundin hatte". Vor allem Bundestrainer Jürgen Klinsmann nahm den 39-maligen Nationalspieler trotz der heftigen Kritik von außen immer wieder in Schutz. "Wir setzen auf ihn", betonte Klinsmann, Friedrich würde eine "wichtige Rolle" spielen: "Wir brauchen seine Stärken als Verteidiger."

Durchaus in der Lage Offensiv-Akzente zu setzen

Nach drei völlig missglückten Flanken im Spiel gegen Polen verzichtete Friedrich gegen Ecuador lieber ganz auf solche und konzentrierte sich voll und ganz auf seine Abwehraufgaben. Auch Klinsmann ist klar, dass vorraussichtlich kein Flankengott mehr aus seinem Verteidiger wird. Dennoch behauptete er mit Nachdruck, "dass ich auch flanken kann." Auch in der Offensive sei er durchaus in der Lage, Akzente zu setzen. Dies hätte er in den vergangenen drei Jahren bei Hertha mit elf Toren durchaus bewiesen.

Bei der WM will er sich aber doch lieber auf seine eigentliche Aufgabe konzentrieren. Wie Klinsmann schon sagte sei er "in erster Linie Verteidiger". Gegen Ljungberg steht für Friedrich eine echte Bewährungsprobe an. Von Ljungbergs Teamkollegen Jens Lehmann will er sich vor dem Duell am Samstag schonmal ein paar nützliche Tips holen, damit er Sonntag wieder in Ruhe Zeitung lesen kann.

© SID

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