Schwere Knie-Verletzung
Kuranyi-Ausfall schockt Schalke und Klinsmann

Schock für Schalke und Bundestrainer Jürgen Klinsmann: Kevin Kuranyi wird nach einer Knie-Verletzung lange ausfallen. Der Nationalstürmer musste in Augsburg wegen eines Meniskusrisses am linken Knie operiert werden.

dpa GELSENKIRCHEN. Schock für Schalke und Bundestrainer Jürgen Klinsmann: Kevin Kuranyi wird nach einer Knie-Verletzung lange ausfallen. Der Nationalstürmer musste in Augsburg wegen eines Meniskusrisses am linken Knie operiert werden.

Der erfolgreichster Schalker Saison-Torschütze wird dem Tabellenvierten der Bundesliga mindestens vier Wochen lang beim Kampf um einen Champions-League-Platz und auch im Uefa-Pokal-Achtelfinale gegen den italienischen Erstligisten US Palermo fehlen. Im Falle von Komplikationen könnte sich die Zwangspause noch verlängern.

Von Nationaltrainer Klinsmann erhielt Kuranyi postwendend eine positive Nachricht. "Er soll sich keine Sorgen machen, er spielt weiter eine wichtige Rolle in unseren WM-Planungen", sagte der Bundestrainer in Florenz. Er wollte sogar noch vor dem Länderspiel am Abend gegen Italien, für das er den 35-maligen Nationalspieler nach zuletzt schlechten Leistungen nicht nominiert hatte, mit Kuranyi persönlich Kontakt aufnehmen. "Wir wünschen ihm gute und schnelle Besserung."

Klinsmann hatte Kuranyi nach dessen zwei Toren im Uefa-Cup gegen Espanyol Barcelona sowie in der Bundesliga gegen Nürnberg bereits wieder fest eingeplant für das Länderspiel in drei Wochen in Dortmund gegen die USA. Denn sein Denkzettel hatte die erhoffte Wirkung erzielt. "Er hat super reagiert und ist auf dem richtigen Weg", betonte der Bundestrainer. Nun kann Kuranyi aber im WM-Jahr vor der Nominierung des 23-köpfigen WM-Kaders Mitte Mai kein Länderspiel mehr absolvieren.

Schalke trifft die Verletzung momentan wesentlich härter als die Nationalmannschaft. "Er war gerade in einer Phase, in der er gut drauf war", sagte Teammanager Andreas Müller. Er plant Kuranyi, der am 2. März 24 Jahre alt wird, höchstens noch für die Endphase der Meisterschaft ein: "Wir hoffen, dass er bei optimalem Heilungsverlauf noch die letzten vier bis sechs Bundesliga-Spiele für uns spielen kann. Aber so schmerzhaft das für uns ist, wir werden ihn nicht unter Druck setzen." Schalke-Coach Mirko Slomka hofft auf eine rasche Rückkehr: "Kevin hat mir am Telefon gesagt, Trainer mach dir keine Sorgen. Ich komme bald zurück. Das ist genau die richtige Einstellung."

Schalkes Mannschaftsarzt Thorsten Rarreck und Kuranyis Vertrauensarzt Rüdiger Degwert aus Stuttgart hatten Kuranyi zu einer sofortigen Operation geraten, nachdem dieser nach dem Training über heftige Schmerzen im Gelenk geklagt hatte. Die Diagnose war niederschmetternd. "Für mich war es eine klare OP-Indikation. Bei konservativer Behandlung hätte die Gefahr bestanden, dass das Knie noch größeren Schaden nimmt", sagte Rarreck.

Als einziger Schalker war Kuranyi in dieser Saison bisher in allen 23 Bundesliga-Spielen zum Einsatz gekommen. Er erzielte neun Treffer. In der Nationalmannschaft konnte er Klinsmann dagegen in der WM-Saison nicht überzeugen. Nachdem er im ersten Spieljahr unter Klinsmann noch mit zehn Toren der erfolgreichste Länderspiel-Schütze gewesen war, gelang ihm in der laufenden Spielzeit in sechs Spielen kein einziger Treffer.

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