Selbst der FC Bayern kann bei den Einnahmen international nicht mithalten
Kampf ums Geld

Deutschlands Profifußball braucht laut einer Studie mehr Geld aus der Vermarktung von Fernsehrechten, um im internationalen Wettbewerb bestehen zu können. Die Chancen dafür stehen gut. Die Zuschauer müssen sich auf höhere Kosten und andere Sehgewohnheiten einstellen.

FRANKFURT/BERLIN. Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist in diesen Tagen kaum wiederzuerkennen. Trotz der knappen Niederlage gegen Weltmeister Brasilien im Halbfinale des Confederations Cup verzückt die Klinsmann-Truppe die Fans im Land mit ihren Auftritten. Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft im eigenen Land macht sich im Land kollektive Euphorie breit – die Stadien sind voll, wenn Deutschland spielt, die Straßen leer und die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten freuen sich über Rekordquoten.

Vom WM-Fieber wollen auch die Vereine der Fußballbundesliga profitieren. Nach einer am Montag von der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Ernst & Young vorgelegten Studie rechnet die Mehrheit der Vereinsmanager (53 Prozent) in der WM-Saison mit steigenden Einnahmen. Dabei setzen Hoeneß, Assauer und Co. vor allem auf die noch in diesem Jahr anstehenden Verhandlungen um die TV-Verwertungsrechte. „Die Kirch-Delle ist langsam, aber sicher ausgebügelt. Das wird der nächste Fernsehvertrag deutlich bestätigen“, heißt es in der Studie.

Das Säbelrasseln zwischen Vereinen und TV-Sendern hat längst vor den offiziellen Verhandlungen begonnen. „500 Mill. Euro“ ist eine Zahl, die zum Beispiel Karl-Heinz Rummenigge, Vorstand des FC Bayern München, gern in die Runde wirft, wenn er seine Wunschvorstellungen stellvertretend für die Liga deutlich macht. Hoffnung macht dabei vor allem der Blick ins Nachbarland. Die französische Ligue 1 hat die TV-Rechte für die nächsten drei Jahre für satte 1,8 Mrd. Euro an den Pay-TV-Sender Canal+ verkauft.

In Deutschland hingegen sind die Preise nach der Pleite des Kirch-Imperiums um 100 Mill. Euro auf 280 Mill. Euro pro Spielzeit gefallen – das ist nicht einmal die Hälfte dessen, was in England, Spanien, Italien oder eben in Frankreich bezahlt wird.

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