Selecao trifft nun im Halbfinale auf DFB-Elf
Brasilien muss am Ende sogar zittern

Die brasilianische Fußball-Nationalmannschaft steht im Halbfinale des Confederations-Cup und trifft dort am Samstag in Nürnberg auf Deutschland. Gegen Japan kam das Team von Trainer Carlos Alberto Parreira im letzten Gruppenspiel allerdings nicht über ein 2:2 (2:1) gegen Japan hinaus. In der Nachspielzeit hatte Oguro sogar noch die Chance den Siegtreffer für den Asien-Meister zu erzielen.

KÖLN. Vielleicht hatte Brasiliens Coach Parreira diese Gefahr gespürt, denn er hatte seine Ankündigung, vielleicht die halbe Mannschaft auszutauschen, nicht wahr gemacht. Er nahm mit dem Herthaner Gilberto und dem Leverkusener Roque Junior zwei Abwehrspieler, Torwart Dida und Mittelfeldspieler Emerson aus der ersten Elf. Dafür rückten Torhüter Marcos, Juan von Bayer Leverkusen, Leo sowie Gilberto Silva ins Team. Auf die Superstars Robinho, Ronaldinho, Kaka und Adriano wollte Parreira im entscheidenden Gruppenspiel dann doch nicht verzichten. Und er tat gut daran. Zico, der brasilianische Coach des dreimaligen Asienmeisters Japan, vertraute exakt auf die Anfangself, die im zweiten Gruppenspiel Griechenland mit 1:0 bezwungen hatte.

Und die wieselflinken Japaner legten gleich gut los. Den Start in die Partie hatten sie sich wohl fast genau so vorgestellt: Ein schnelles Tor um die eigenen Nerven vor dem Kasten von Marcos zu beruhigen. Doch das Tor in der vierten Minute hatte einen Schönheitsfehler: Es zählte nicht, weil es aus einer Abseitsposition heraus erzielt worden war. Die Brasilianer waren dennoch endgültig gewarnt und erhöhten sofort das Tempo. Und es gab in der rassigen Partie gleich eine Chance nach der anderen - für die Brasilianer: In der fünften Minute etwa traf Adriano nur das Außennetz und eine Minute später parierte Torwart Kawaguchi einen Schuss von Kaka.

Die Japaner versuchten mit einem schnellen Kurzpassspiel dagegen zu halten, kamen aber zunächst nicht wieder zwingend vor das Tor der Brasilianer. Die Spielfreude der Südamerikaner färbte dabei auf die Asiaten ab, die es sogar mit Hackentricks und Übersteigern versuchten. Mit viel Fleiß erkämpften sich die Japaner so die erste Ecke des Spiels - die ihnen gleich zum Verhängnis werden sollte, denn daraus entwickelte sich ein schneller Konter der zum 1:0 für die Brasilianer führte: Lucio hatte den Eckstoß mit dem Kopf weit auf die linke Seite geklärt, Ronaldinho tanzte zwei Japaner aus, stürmte aufs Tor zu und passte zu Robinho, der Torwart Kawaguchi tunnelte.

Nach dem Tor hatten die Brasilia-ner das Spiel im Griff, sie waren deutlich überlegen, jeder Konter oder Angriff war brandgefährlich, weil die Japaner aufmachten und hinten mehrmals sogar in Unterzahl gerieten. In der 17. Minute scheiterte Kaka gar nur am Pfosten, den zu lässigen Nachschuss von Ronaldinho lenkte Torwart Kawaguchi über die Latte. Doch ganz abgemeldet war der dreimalige Asienmeister noch lange nicht, sondern er drängte auf den Ausgleich. In der 24. Minute wäre der Einsatz fast schon belohnt worden: Nach einem Freistoß köpfte Yanagisawa an die Unterkante der Latte. Drei Minuten später passte dann alles: Nakamura hielt aus etwa 26 Metern einfach mal drauf und traf genau in den linken Winkel - ein Traumtor.

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