Sender können zwischen zwei Bild-Formaten wählen
WM 2006 soll neue TV-Generation vorantreiben

Mit Streifen oder ohne Streifen - das ist bei der WM 2006 die Frage. Viele TV-Sender werden die Bilder aus den Stadien im Format 16:9 übertragen. Für den Zuschauer bedeutet das verbesserte Qualität - vorausgesetzt man verfügt über einen Breitwand-Fernseher.

HB FRANKFURT. Die Fußball-Weltmeisterschaft 2006 soll dem neuen hoch auflösenden Fernsehen (HDTV) zum Durchbruch in Europa und insbesondere in Deutschland verhelfen. "Der Fifa-Worldcup 2006 ist ein Premium-Sportereignis. Es verdient, in der besten Qualität aufgezeichnet und übertragen zu werden", sagte Dominik A. Schmid, Geschäftsführer der Schweizer Infront Sports & Media AG, am Mittwoch auf einer Pressekonferenz in Frankfurt. Die Infront besitzt die TV-Rechte für die Fußball-WM 2006.

Die Infront-Tochter Host Broadcast Services (HBS) wird alle 64 Spiele mit jeweils 25 Kameras hoch auflösend im Breitwand-Format (16:9) aufzeichnen und verbreiten. Schmid betonte, dass kein TV-Sender gezwungen werde, die WM in HDTV oder mit schwarzen Streifen am oberen und unteren Bildrand zu übertragen. Die Mehrzahl der Broadcaster werde die Weltmeisterschaft in einer Standard-Auflösung und im Bildformat 4:3 übertragen.

Bei der Aufzeichnung werde darauf geachtet, dass alle wichtige Aktionen und eingeblendeten Grafiken auch auf einem herkömmlichen TV-Gerät gesehen werden können. Mit der neuen TV-Generation besteht die Möglichkeit, Fußballspieler wie Michael Ballack deutlich schärfer auf die Bildschirme zu bringen. Die alte Standard-Definition-Übertragung bietet rund 400 000 Bildpunkte. HDTV kann bis zu zwei Millionen Pixel pro Bild übertragen.

In Deutschland will der Bezahlsender Premiere alle 64 Spiele digital in hoher Auflösung im Bildseitenverhältnis von 16:9 zeigen. In Großbritannien erwäge die BBC, die WM auch in HDTV anzubieten. Das größte Interesse an HDTV komme aber aus Asien und den USA. Der deutsche Fernsehmarkt hinke bei der Verbreitung von Breitwand-Fernsehern gegenüber anderen Märkten hinterher, sagte Schmid. "Es gibt aber Signale aus dem Markt, dass in Europa und auch in Deutschland das Interesse an Breitwand und HDTV signifikant zunimmt."

Infront und HBS geben für die TV-Produktion der Fußball-WM 2006 einen dreistelligen Millionenbetrag in Euro aus. Im Vergleich zu den Lizenzkosten falle dieser Betrag für die TV-Sender aber nicht so sehr ins Gewicht.

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