Sevilla ist im Uefa-Pokal weiter
Mainz 05 lernt eigene Grenzen kennen

Das Abenteuer Uefa-Pokal war für den FSV Mainz 05 am Donnerstag eine bittere Lehrstunde. Die Rheinhessen verloren das Erstrunden-Rückspiel gegen die Spanier 0:2. Im Hinspiel hatten die Mainzer noch ein torloses Remis erkämpft.

HB FRANKFURT. Vor der Vereins-Rekordkulisse von 33 400 Zuschauern beim Gastspiel in der Frankfurter Commerzbank-Arena wurde Frederic Kanouté mit seinen beiden Treffern (9./40.) zum Schrecken des Tabellen-16. aus der Bundesliga. Das über die Fair-Play-Wertung in den Europapokal gerutschte Team von Trainer Jürgen Klopp wurde von seinen Anhängern trotz der Ernüchterung überschwänglich gefeiert.

Die kalte Dusche gab es schon nach neun Minuten. Der nach seiner Bänderverletzung erstmals wieder von Beginn an spielende Javier Saviola narrte die sonst so sicher 05er-Abwehr. Torhüter Dimo Wache konnte den 20-Meter-Schuss des argentinische Nationalspielers nur abklatschen, Kanouté verwandelt den Abpraller problemlos. Die mit hohen Erwartungen in die Saison gestarteten Spanier, die in der Liga gerade einmal fünf Punkte gesammelt und drei Tore geschossen haben, zeigten den Mainzern danach die Grenzen auf.

Der schlaksige Topstürmer Kanouté, schon für Tottenham Hotspur, West Ham United und für Olympique Lyon am Ball, war nicht zu stoppen. Kurz vor der Pause fiel die Vorentscheidung, als Nicolce Noveski einen langen Flankenball aus dem von Sevilla beherrschten Mittelfeld unterlief. Mit der Brust nahm Kanouté, der in der zweiten Halbzeit sogar noch die Latte traf, das Leder an und ließ Wache erneut keine Chance. Trainer Juan de la Cruz Ramos, nach dem schwachen Saisonstart bereits in der Kritik, konnte sich entspannen.

Zwar kassierten die Mainzer im sechsten Spiel auf der europäischen Bühne ihre ersten Gegentore, durften sich aber mit einem Reingewinn von schätzungsweise 500 000 € trösten. Die Spiele in den Qualifikationsrunden gegen FC Mika Ashtarak aus Armenien und IB Keslavik aus Island waren ein Geschenk für den vor zwei Jahren in die Bundesliga aufgestiegenen Club gewesen. Nach dem Wechsel tat die im Abstiegskampf steckenden Mainzer Elf nur das Nötigste und sparte Kräfte für die bevorstehende Bundesliga-Begegnung bei Borussia Mönchengladbach am Samstag. Immerhin traf Michael Thurk (76). mit einem Schuss den Pfosten, doch selbst der Ehrentreffer wollte dem Klopp-Team nicht gelingen.

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