Sicherheitskonzept
Bundeswehr soll bei WM zum Einsatz kommen

Während bei den deutschen Fußballern nach der WM-Auslosung Erleichterung herrscht, wachsen bei den Politikern mit dem Näherrücken der WM die Bedenken. Die Innenminister planen zur Verbesserung der Sicherheit ein Novum.

HB BERLIN. Bei akuter Terrorgefahr wollen sie auch den Einsatz der Bundeswehr im Inneren ermöglichen, wie der niedersächsische Innenminister Uwe Schünemann (CDU) der "Berliner Zeitung" sagte. Sein bayerischer Kollege Günther Beckstein (CSU) äußerte Bedenken gegen das Sicherheitskonzept, vor allem bei der Übertragung der Spiele auf Großleinwänden.

Schünemann sagte der "netzeitung", man habe diskutiert, "dass es unvernünftig wäre, wenn wir bei einer besonderen Bedrohungslage, etwa durch Terroristen, die Bundeswehr nicht zum Objektschutz einsetzen dürften". Sollte das Bundesverfassungsgericht diese Möglichkeit mit dem im kommenden Frühjahr erwarteten Urteil zum Luftsicherheitsgesetz verhindern, müsse man über eine Grundgesetzänderung nachdenken.

Angesichts der im Irak entführten Deutschen Susanne Osthoff sieht der CDU-Politiker durchaus eine latente Terrorgefahr für Deutschland. Schünemann kündigte verschärfte Sicherheitsmaßnahmen an, etwa mehr Video-Überwachung. Die Polizei ist nach seiner Ansicht wegen der Urlaubssperre grundsätzlich für das Großereignis gerüstet. Allerdings könne sie bei einer besonderen Gefahr etwa durch Terror personell an Grenzen stoßen.

Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble verwies auf die abgegebenen Regierungsgarantien unter anderem für die Sicherheit. Das Nationale Sicherheitskonzept sei erst am Donnerstag und Freitag nochmals von ihm und den Innenministern der Länder beraten worden: "Zu einem fröhlichen Fußballfest gehört auch, dass die Fußballfans aus Deutschland und aller Welt sich sicher fühlen", betonte er.

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