Sicherheitskräfte vor Turnierbeginn gelassen
Hooligan-Zentrale gibt Entwarnung

Der Confederations Cup bringt die deutschen Sicherheitsbehörden nicht um den Schlaf. Bislang gibt es keine Hinweise auf sensible Spiele mit Gewaltpotenzial. Dennoch wird nichts dem Zufall überlassen.

HB FRANKFURT/MAIN. Das deutsche Eröffnungsspiel am Mittwoch in Frankfurt gegen Australien (21Uhr) ist denn auch fast Routine "Wir schätzen das ein wie ein ganz normales Bundesligaspiel", sagt Jürgen Linker, Sprecher der Frankfurter Polizei. Daran ändert auch die von der Fangruppe "Ultras" angekündigte Demonstration gegen angebliche Polizeiwillkür kurz vor Spielbeginn nur wenig - sie wird nach den Polizeiplanungen wohl nur weit entfernt vom Stadion genehmigt.

Rund um die Arena testen Veranstalter und Sicherheitsbehörden erstmals ein Farbleitsystem mit bunt gekennzeichneten Eintrittskarten und Schildern an Bahnhöfen und Parkplätzen: Es soll Besucher schneller zu ihrem Platz bringen und Zusammenstöße gegnerischer Fans vermeiden. Konfliktpotenzial aus Sicht der Polizei hat das Spiel gegen Australien nicht: Es gibt keine alte Rechnungen, das bisher einzige Zusammentreffen beider Teams liegt mehr als 30 Jahre zurück und endete 1974 mit einem glatten 3:0 für Deutschland.

Die Zentrale Informationsstelle Sporteinsätze (ZIS) beim Landeskriminalamt (LKA) Düsseldorf hat ihre rund 6000 Hooligans umfassende internationale Datei "Gewalttäter Sport" durchforstet und Entwarnung gegeben - das gilt für den ganzen Wettbewerb mit seinen acht Teams. "Nach unserem jetzigen Kenntnisstand haben wir für das Turnier keine Hinweise auf sensible Spiele mit Gewaltpotenzial", sagt der Düsseldorfer LKA-Sprecher Frank Scheulen.

Trotz solcher Vorhersagen ist die Polizei natürlich besonders wachsam - und mit mehreren hundert Beamten beim Frankfurter Auftakt auch deutlich besser besetzt als an einem normalen Bundesliga-Nachmittag. "Das gibt einen tollen Probelauf für die WM - und den zweiten Praxistest für das neue Stadion nach dem Eintracht-Aufstieg", sagt Polizeisprecher Linker. Wie die 48 500 Fans sich im Stadion verteilen, ob Zu- und Abgänge im Gedränge funktionieren und das Farbleitsystem angenommen wird - all das will die Polizei in der Praxis erproben.

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