Sicherheitszonen der WM-Stadien
Nato und Polizei bereits mehrfach in Alarmbereitschaft

Trotz höchster Sicherheitsvorkehrungen bei der Fußballweltmeisterschaft mussten bislang etliche Flugzeuge vor dem Überfliegen der Stadien gehindert werden.

sig BERLIN. Allein beim Eröffnungsspiel Deutschland gegen Costa Rica in München drängten nach Auskunft des Bundesinnenministeriums Polizeihubschrauber mehrere Flugzeuge ab. Ein Sprecher von Bundesinnenminister Wolfgang Schäuble (CDU) sprach auf Anfrage des Handelsblattes von vier bis fünf Vorfällen während des Eröffnungsspiels. Aus dem Bundesverteidigungsministerium verlautet sogar, es seien 13 Vorfälle gewesen.

Während der WM überwachen Awacs-Flugzeuge der Nato den Luftraum. Polizeihubschrauber aus den jeweiligen Bundesländern unterstützen ihre Arbeit. Über den Stadien selbst herrscht im Umkreis von fünf Kilometern ein Flugverbot, beim Eröffnungsspiel in München wurde diese Zone für Kleinflugzeuge sogar auf 56 Kilometer rund um das Stadion ausgeweitet.

Bei der Mehrzahl der Flugzeuge handelte es sich um Ultra-Leichtflugzeuge aus dem Ausland, die nach Auskunft aus dem Innenministerium nichts von der Flugverbotszone gewusst hätten, sagte der Sprecher Schäubles. Aufsteigende Polizeihubschrauber hätten die Piloten zum Landen gezwungen. Dieser Aufforderung seien die Piloten sofort nachgekommen. Die betroffenen Personen müssten jetzt mit einem entsprechenden Strafverfahren rechnen, hieß es.

Der gravierendste Vorfall ereignete sich beim Spiel Deutschland gegen Schweden. Ein vom ZDF gecharterter Hubschrauber geriet einige Stunden vor dem Spielbeginn unter die vorgeschriebene Demarkationslinie. Der Pilot sei ebenfalls mit einer Strafanzeige belegt worden, heißt es im Innenministerium.

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