Siebtes Spiel, siebter Sieg
Mainz macht den Startrekord perfekt

Der "Karnevalsverein" grüßt weiter von der Spitze: durch den 4:2 Erfolg gegen Hoffenheim hat der FSV Mainz 05 im siebten Spiel den siebten Sieg eingefahren - Bundesliga-Startrekord. Auch das Team von Ralf Rangnick fand gegen unbekümmerte Rheinhessen kein Mittel.

Das Sensationsteam FSV Mainz 05 hat seinen Triumphzug fortgesetzt und den Bundesliga-Startrekord von Meister Bayern München und dem 1. FC Kaiserslautern eingestellt. Die Rheinhessen gewannen am Samstag 4:2 (1:1) gegen 1 899 Hoffenheim und entschieden damit auch das siebte Spiel für sich. Durch seinen 50. Erfolg in der Bundesliga verteidigte der FSV zudem die Tabellenführung erfolgreich. Hoffenheim blieb dagegen zum vierten Mal in Folge ohne Sieg.

Sami Allagui (2.) und Adam Szalai (47.) brachten den FSV mit Blitztoren kurz nach dem Anpfiff und der Pause jeweils in Führung. Der überragende kommende Nationalspieler Lewis Holtby, der Luiz Gustavo zu einem Eigentor (59.) zwang, war an allen Mainzer Treffern beteiligt. Andre Schürrle per Foulelfmeter (74.) sorgte für das weitere Mainzer Tor.. Demba Ba (41.) und der kurz zuvor eingewechselte Gylfi Sigurdsson per Freistoß (64.) trafen für die Gäste, bei denen Josip Simunic nach einer Notbremse gegen Schürrle die Rote Karte (72.) sah.

Bundestrainer mit Sonderlob für Holtby

Bundestrainer Joachim Löw sprach Holtby als Beobachter auf der Tribüne ein Sonderlob aus. "Allein sein Pass vor dem 1:0 war das Eintrittsgeld wert", sagte Löw in der Halbzeitpause: "Beide Mannschaften zeigen unglaublich viel Leidenschaft. Es fehlt manchmal nur etwas an der Präzision."

Nach dem Traumstart durch den dritten Saisontreffer von Allagui wirkte der FSV vor 20 300 Zuschauern im ausverkauften Bruchwegstadion zunächst etwas gehemmt. Stattdessen sorgte auf der Gegenseite vor allem Sejad Salihovic für Gefahr. Zunächst scheiterte er (17.) mit einem Distanzschuss an FSV-Torhüter Christian Wetklo, zehn Minuten später schoss er knapp über das Tor. Pech hatte Mainz, als Hoffenheims Schlussmann Tom Starke nach einem Freistoß von Christian Fuchs den Ball an den Pfosten lenkte (36.).

Tuchel mit zwei Änderungen in der Startelf

Thomas Tuchel hatte diesmal nicht groß rotiert. Im Vergleich zum 2:1-Sieg am vergangenen Samstag in München nahm der FSV-Trainer zwei Änderungen vor. Andre Schürrle und Radoslav Zabavnik rückten in die Anfangsformation. Mittelfeldregisseur Holtby, der in München zur Halbzeit wegen einer Wadenverhärtung hatte ausgewechselt werden müssen, spielte von Beginn an.

Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick änderte seine Startelf auf einer Position. Peniel Mlapa spielte für den verletzten Sebastian Rudy. Simunic, der beim 1:1 in Köln nach schwacher Leistung ausgewechselt worden war, bekam wieder das Vertrauen von Rangnick geschenkt.

In einer turbulenten zweiten Halbzeit sorgten Szalai und Holtby für die vermeintliche Entscheidung. Doch Hoffenheim kam durch Sigurdsson noch einmal in die Partie und gab sich in einem offenen Schlagabtausch nie geschlagen.

© SID

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