Sieg gegen Augsburg
Robben trifft und wird ausgewechselt

Nach einem frühen Schock kann der FC Augsburg lange Zeit das Spiel des haushohen Favoriten aus München stören. Doch Müller sorgt für die Entscheidung in einer Partie, die teilweise an die Schmerzgrenze ging.
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AugsburgErst Torschütze, dann Unglücksrabe: Arjen Robben hat Titelverteidiger FC Bayern München den Weg ins Pokal-Viertelfinale geebnet, muss aber nach einer Knieverletzung eine Zwangspause fürchten. Der Niederländer leitete am Mittwochabend den 2:0 (1:0)-Auswärtserfolg im Derby beim Bundesliga-Rivalen FC Augsburg mit seinem Treffer in der vierten Minute ein. Kurz danach musste er aber verletzt ausgewechselt werden. Sein Ersatz Thomas Müller stellte dann mit seinem sechsten Pokaltor in dieser Saison (78.) den hart erkämpften Sieg des Rekord-Cupgewinners sicher und erhielt den Münchnern die Chance auf ein erneutes Titel-Triple im WM-Jahr 2014.

„Im Vorfeld war uns schon bewusst, dass es in Augsburg sehr schwer wird“, analysierte Müller. „Leicht haben wir uns hier noch nie getan, das war auch heute so, deshalb fahren wir zufrieden nach Hause.“ Augsburg André Hahn konnte auch die gute Leistung des FCA nicht trösten, erklärte aber: „Wir können erhobenen Hauptes vom Platz gehen.“

Bayern-Coach Pep Guardiola musste im 51. Pflichtspiel des Jahres erneut auf eine Reihe von verletzten Stars wie Kapitän Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger verzichten. Immerhin kehrte Franck Ribéry, der zuletzt wegen einer gebrochenen Rippe fehlte, zurück in den Kader. Europas Fußballer des Jahres blieb jedoch zunächst ebenso auf der Bank wie Bayerns bester Pokal-Torschütze Müller.

Aber die Münchner haben ja Robben. Der Niederländer nutzte wie schon am Samstag beim 2:0-Bundesligasieg gegen Braunschweig die erste Torchance der Bayern zur Führung. Rafinhas Zuspiel leitete Mario Mandzukic auf Robben weiter, der zwar zunächst an FCA-Keeper Marwin Hitz scheiterte, im zweiten Versuch aber traf. Es war sein 13. Treffer im 20. Pflichtspiel-Einsatz dieser Saison.

Umso bitterer war es für die Gäste, als Robben nach einer Viertelstunde vom Platz getragen musste. Hitz war ziemlich heftig in den Mittelfeldspieler gerauscht, Robben zog sich eine tiefe Risswunde am rechten Knie zu. Müller kam für ihn in die Partie, Hitz sah zurecht die Gelbe Karte. „Das war so nicht gewollt“, sagte der Keeper.

Ohnehin setzten die Augsburger den Münchnern in den Zweikämpfen kräftig zu und versuchten, ihre technischen Nachteile durch Einsatz und Aggressivität wettzumachen. Das zeigte durchaus Wirkung. Die Bayern hatten zwar mehr Ballbesitz, aber nur wenige gute Torchancen. Die Hausherren dagegen sorgten bei Gelegenheiten von Daniel Baier (3.), Halil Altintop (19.) und Hahn (21.) für Gefahr vor dem Tor von Nationalkeeper Manuel Neuer.

„Unser Anspruch ist, den FC Bayern zu fordern“, hatte Augsburgs Trainer Markus Weinzierl vor dem Anpfiff betont. Und genau das taten seine Schützlinge auch in der zweiten Hälfte. Die Gäste kontrollierten weiterhin das Geschehen, konnten die Abwehr des Bundesliga-Zehnten aber nur selten in echte Verlegenheit bringen. Den Versuch von Mandzukic aus spitzem Winkel (56.) machte Hitz sicher zunichte.

Guardiola reagierte und schickte nach 65 Minuten Ribéry aufs Feld. Aber auch der Franzose konnte dem oft zu einfallslosen Offensivspiel des 16-maligen Cupsiegers nicht sofort den nötigen Witz verleihen. So musste eine Standardsituation helfen. Nach einem Eckball konnte Jérôme Boateng frei flanken, Müller traf ganz allein per Kopf zur Entscheidung. Die Augsburger versuchten noch einmal alles, aber es wollte einfach kein Tor gelingen.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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