Sieg gegen Casablanca
Bayern ist die Nummer 1 der Fußball-Welt

Bayern München hat das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte gekrönt. Im Finale der Klub Weltmeisterschaft gewann der Champions-League-Sieger souverän gegen Casablanca - trotz einiger Unkonzentriertheiten.
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Marrakesch
Bayern München darf sich jetzt auch offiziell "beste Fußball-Mannschaft der Welt" nennen. Der deutsche Rekordmeister sicherte sich im Endspiel der Klub-WM als erster deutscher Verein den "Weltmeister"-Titel und krönte mit der fünften Trophäe 2013 das erfolgreichste Jahr seiner Geschichte. Das verdiente 2:0 (2:0) im Finale von Marrakesch gegen den krassen Außenseiter Raja Casablanca bescherte den Münchnern, die nicht an ihre Grenzen gehen mussten, zudem 3,65 Millionen Euro Weihnachtsgeld als Prämie.

Dante (7.) und Thiago (22.) kühlten die hitzige Atmosphäre vor 37.774 Zuschauern im Grand Stade de Marrakech mit ihren Toren schon in der ersten Halbzeit herunter. Xherdan Shaqiri traf überdies die Latte (62.).

Mit dem erfolgreichen Abschluss der von den Bayern selbst so genannten "Mission5" dürfen die Roten künftig ein goldenes Ehrenwappen mit dem Schriftzug "FIFA World Champions 2013" auf der Trikotbrust tragen. Nach den Erfolgen im "Weltpokal" 1976 und 2001 ist es für die Münchner der dritte interkontinentale Titel.

Die Bayern spielten gegen den leidenschaftlichen marokkanischen Meister ihre fußballerische Überlegenheit aus. Und das wurde früh belohnt: Nach einer Ecke und der Vorlage von Jerome Boateng drückte der aufgerückte Dante, der in der Startelf Daniel van Buyten ersetzte, den Ball aus sechs Metern per Drehschuss ins Tor.

Rajas Kontertaktik kam gegen die gewohnt dominanten und ballsicheren Bayern (75:25 Prozent Ballbesitz in Hälfte eins) nie richtig zum Tragen. Einzig Dante erlaubte sich ein paar Wackler, die Stürmer Mouhssine Iajour Abschlüsse ermöglichten (5./20.).

Als sich Casablanca ein wenig zu befreien schien, schlug Thiago nach einer Rücklage von Alaba aus 15 Metern zu. Danach gingen die Bayern zu fahrlässig mit ihren Tormöglichkeiten um, wie etwa Dante (34.), Shaqiri (35.) oder Thiago (40.). Chemseddine Chtibi vergab die beste Chance zum Anschlusstreffer, als er nach einem Patzer von Manuel Neuer und einer Schlafmützigkeit Dantes knapp am Tor vorbeischoss (38.).

Auch in der zweiten Halbzeit bestimmten die Gäste das Geschehen, Raja aber gab nie auf. Neuer musste gleichwohl selten eingreifen, wie etwa beim Kopfball von Iajour (57.). Die Bayern spielten ihre Angriffe jetzt immer seltener mit letzter Konsequenz zu Ende. Auf den Gegenseite scheiterten Vivien Mabide (84.) und Badr Kachani (90.) kurz vor Schluss an Neuer.

Das Spiel hatte ganz Marokko elektrisiert. Bereits am Samstagmorgen zogen Tausende Raja-Fans hupend und singend durch Marrakesch. Die Zufahrtswege zum Stadion waren schon Stunden vor Spielbeginn verstopft. Selbst der Bayern-Bus steckte 90 Minuten vor dem Anpfiff zwischenzeitlich im Stau fest.

Als die Münchner zum Aufwärmen den Rasen betraten, wurden sie gnadenlos ausgepfiffen. Großer Jubel brandete dagegen auf, als auf der Stadionleinwand die Ankunft von König Mohammed VI. gezeigt wurde. Der Monarch begrüßte später die 22 Spieler auf dem Rasen. Die Bayern schüttelten ihm artig die Hand, Rajas Volkshelden küssten ihm die rechte Schulter.

Mohammed VI. war gekommen, um Rajas vierten Sieg bei dieser WM zu sehen. Doch die "Grünen Adler" begegneten den Bayern insgesamt mit zu viel Respekt. So hatte der Favorit wie im Halbfinale gegen Guangzhou Evergrande aus China (3:0) weitgehend leichtes Spiel.

Agentur
sid 
SID Sport-Informations-Dienst GmbH / Nachrichtenagentur

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