Sieg gegen Chelsea
Friedrich köpft Leverkusen ins Champions-League-Achtelfinale

Bayer Leverkusen hat sich vorzeitig für das Achtelfinale in der Champions League qualifiziert. Am vorletzten Gruppenspieltag bezwang der Vizemeister Chelsea - musste aber lange auf die Erlösung warten.
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LeverkusenBayer Leverkusen hat sich dank Manuel Friedrich erstmals seit 2004 wieder für das Achtelfinale der Champions League qualifiziert. Der Abwehrspieler erzielte in der Nachspielzeit den 2:1 (0:0)-Siegtreffer gegen den viermaligen englischen Meister FC Chelsea. Damit löste der Werksklub vorzeitig das Ticket für die nächste Runde und setzte sich vor seinem letzten Spiel am 6. Dezember beim belgischen Champion KRC Genk zudem auch die Tabellenspitze der Gruppe E.

In der letzten Gruppenpartie kann sich die Werkself nun sogar eine Niederlage erlauben. Denn Chelsea und der FC Valencia, die am letzten Spieltag gegeneinander spielen, könnten nach Punkten höchstens noch zu Leverkusen aufschließen. Bei Punktgleichheit zählt die höhere Punktzahl aus den Gruppenspielen der betreffenden Mannschaften. Und da liegt Bayer mit sechs Zählern uneinholbar vorne.

Im 100. Europacupspiel des früheren DFB-Kapitäns Michael Ballack erzielten der "Joker" Eren Derdiyok (73.) und Friedrich (90.+1) die Tore für den deutschen Vizemeister, der sich zudem weitere drei Millionen Euro für den Einzug in die Runde der letzten 16 sicherte. Didier Drogba (48.) hatte Chelsea in Führung gebracht.

Vor 29.285 Zuschauern in der BayArena wurde das Spiel erst nach einer zehnminütigen Abtastphase lebendiger. Große Chanchen ergaben sich zunächst aber weder hüben noch drüben. Bei den Gästen war Torjäger Drogba stets gefährlich, die Leverkusener Abwehr hielt den Ivorer aber zunächst mit vereinten Kräften in Schach.

Auf Leverkusener Seite hätte Stefan Kießling in der 12. Minute in eine aussichtsreiche Position kommen können, nach einem feinen Zuspiel von Gonzalo Catro bekam die einzige Spitze der Hausherren den Ball aber nicht unter Kontrolle. Michael Ballack war in seinem 100. Europacupspiel zwar bemüht, dem Spiel des Vizemeisters frühzeitig Struktur zu geben. In der 33. Minute hatte der 35-Jährige gegen sein ehemaliges Team Pech, als er mit einem Kopfball an der Latte scheiterte.

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  • Im Artikel heißt es noch das Leverkusen theoretisch noch ausscheiden könnte, sollte das nicht geändert werden, wenn auch die Redaktion den direkten Vergleich verstanden hat? ;)

  • Das stimmt! Leverkusen hat bereits den 2. Platz sicher, egal wie das Spiel gegen Genk ausgeht. Kurios, ich als Bayer-04 Fan hab´s bis vor 2 Tagen auch nicht gewußt. Umso schöner ist die Konstellation jezt !

  • Dann hätten alle drei Teams neun Punkte und die beiden Plätze würden im direkten Duell der drei untereinander vergeben werden. Leverkusen hat da sechs Punkte, Chelsea und Valencia nur je fünf. Etwas kurios, da Leverkusen im direkten Duell gegen beide Teams einzeln verloren hätte.

    Gruß aus der Handelsblatt-Redaktion!

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