Sieg gegen Frankfurt
HSV verlässt die Abstiegszone

Der Hamburger SV hat mit dem dritten Sieg in Serie erstmals seit drei Monaten die Abstiegsränge der Fußball-Bundesliga verlassen.

HB HAMBURG. Mit einem 3:1 (1:0)-Erfolg gegen Eintracht Frankfurt setzten die Hanseaten ihre Erfolgssträhne unter Trainer Huub Stevens fort. Der Coach stellte damit den Hamburger Startrekord von Felix Magath (1995), Rudi Gutendorf (1977) und Martin Wilke (1963) mit drei Erfolgen in vier Partien ein. Die Hessen blieben im achten Spiel nacheinander ohne dreifachen Punktgewinn und geraten immer mehr in Abstiegsnot.

Rafael van der Vaart (7.) brachte die Hanseaten früh mit seinem fünften Saisontor in Führung, Piotr Trochowski (77.) und Ivica Olic (90.+3) trafen zum Endstand. Der Ex-Hamburger Naohiro Takahara (59.) hatte zwischenzeitlich ausgeglichen. Stevens Handschrift war schon durch die personellen Entscheidungen deutlich zu erkennen: Zum zweiten Mal gehörte der mit bisher fünf Toren erfolgreichste Stürmer Danijel Ljuboja nicht zum Kader.

Überraschend lief in der zum sechsten Mal mit 57 000 Zuschauern ausverkauften AOL-Arena als einzige offizielle Spitze Boubacar Sanogo für Olic auf, und erstmals von Beginn an war Schalke-Leihgabe Mathias Abel für den verletzten Collin Benjamin als Rechtsverteidiger dabei. Der enttäuschende Sanogo musste nach 62 Minuten aber für Olic das Feld räumen.

Einen Traumstart bescherte den Norddeutschen der bestens aufgelegte van der Vaart, der als hängende Spitze ständig Torgefahr ausstrahlte. Mit einem Freistoß aus 18 Metern zirkelte der Niederländer den Ball an der Mauer vorbei. Der 24-Jährige blieb auch danach Antreiber seiner Mannschaft, die sich aber nur in den ersten 45 Minuten selbstbewusst und geordnet präsentierte.

Schwer in die Partie kamen die Frankfurter, die Coach Friedhelm Funkel nach der 0:4-Niederlage gegen Stuttgart auf sechs Positionen umgestellt hatte. Takahara scheiterte in der elften Minute zunächst mit einem Kopfball an Frank Rost. Der gut aufgelegte Keeper rettete zudem mit einer Glanztat (19.) nach der besten Gäste-Möglichkeit in der ersten Hälfte. Der wegen Wadenproblemen angeschlagen in die Partie gegangene Sotirios Kirgiakos prüfte den Ex-Schalker per Kopf.

Mit seinem achten Bundesliga-Tor für die Hessen nutzte Takahara eine Schwäche-Phase der Gastgeber, die ihre Führung nur noch verwalteten und immer unsicherer wurden. Erst der eingewechselte Trochowski schaffte mit seinem Zaubertor von der Strafraumgrenze ins lange Eck die Wende. Den Pass hatte der 18 Jahre alte Amateur Änis Ben-Hatira gegeben, den Stevens als zweite Spitze eingewechselt hatte. Frankfurts Alexander Meier vergab in der 83. Minute noch eine Großchance, als er aus kurzer Distanz über die Latte schoss. Olic traf nach einem Konter und glänzender van-der-Vaart-Vorlage zum ersten Mal für die Hamburger.

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