Sieg gegen Österreich
Spektakel mit kleinen Schönheitsfehlern

Die Art und Weise, mit der die deutsche Nationalmannschaft derzeit auftritt, beeindruckt. Aber auch wenn die Offensivreihe um Özil und Müller absolute Weltspitze ist – ganz sorgenfrei bleibt Bundestrainer Löw nicht.
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GelsenkirchenJoachim Löw war deutlich anzusehen, wie sehr er die Situation nach dem furiosen 6:2-Sieg gegen Österreich genoss. Drehten sich die Fragen in den letzten Monaten noch maßgeblich um die Themen Michael Ballack und Philipp Lahm stand in Gelsenkirchen nach der erfolgreichen EM-Qualifikation endlich wieder der Sport im Mittelpunkt. Und so goss sich der Bundestrainer genüsslich einen Kaffee ein und begann zu analysieren.

„Es war eine klasse Leistung von der Mannschaft, wie wir die Qualifikation bislang gemeistert haben. Wir haben sie so früh wie möglich geschafft“, begann Löw, nur um dann noch einmal zu betonen: „Nach einer kräfteraubenden WM haben wir jetzt alle Spiele in der Qualifikation gewonnen. Das ist absolut bemerkenswert.“

In der Tat. Die deutschen Auftritte nach der WM in Südafrika nähren die Hoffnung, bei der Endrunde in Polen und der Ukraine im kommenden Jahr nach 1996 endlich wieder einen großen Titel auf den Frankfurter Römer bringen zu können. Das Potential, das Joachim Löw inzwischen in der Offensive hat, ist in der Spitze und der Breite weltweit wohl einmalig. Nicht nur, dass die vermeintlich erste Reihe mit Mesut Özil, Thomas Müller, Lukas Podolski und Miroslav Klose inzwischen fast sensationell eingespielt und spielstark sind, dahinter lauern in Mario Gomez, Mario Götze und André Schürrle weitere Kandidaten, die ihre Chancen derzeit gnadenlos nutzen.

Wohl selten in ihrer Geschichte spielte eine deutsche Nationalmannschaft so in einem Guss wie die jetzige – egal ob der Gegner Aserbaidschan, Österreich oder Brasilien heißt. Aus dem Überraschungsteam von 2010 ist längst die zusammen mit Spanien und den Niederlanden beste Auswahl der Welt geworden – Tendenz steigend.

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Der kleine Verlierer des deutschen Teams

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