Sieg gegen Werkself BVB lässt Leverkusen keine Chance

Drei Tage vor dem Champions League-Spiel gegen Ajax zeigte sich Dortmund in starker Form. Gegen schwache Leverkusener gewann die Elf von Trainer Klopp ohne Mühe. Den Auftakt zum Sieg machte ein deutscher Nationalspieler.
Update: 15.09.2012 - 20:27 Uhr Kommentieren
Die Favoriten marschieren, Hannover und Nürnberg brillieren
Hannover 96 - SV Werder Bremen
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Zu Lachen gab es für die Werder-Verantwortlichen Thomas Schaaf (rechts) und Klaus Allofs in Hannover zunächst nicht viel. Die "Roten" legten in der heimischen AWD-Arena los wie die Feuerwehr...

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In der 6. Minute war es Huszti, der die Hannoveraner durch einen direkt verwandelten Freistoß mit 1:0 in Führung brachte und von seinen Mannschaftskollegen bejubelt wurde.

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Und Hannover legte nach. In der 10. Spielminute fand eine zielgenaue Flanke des Torschützen Huszti mit Andreasen einen dankbaren Abnehmer. Der Ex-Bremer kam in der Strafraummitte völlig frei zum Kopfball, keine Chance für Mielitz.

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Doch Bremen kam aus dem Nichts zurück, mit Kampf und einer Portion Glück. Nach einem vermeintlichen Handspiel von Eggimann...

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... war es Aaron Hunt, der Verantwortung übernahm und dem Hannoveraner Keeper Zieler vom Elfmeterpunkt keine Abwehrchance ließ.

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Die Bremer gaben weiter Gas. Die logische Folge: Der Ausgleich. In der 74. Minute war es de Bruyne, der nach Zuspiel von Elia aus elf Metern einnetzte. In der Schlussphase waren die Werderaner dem Führungstreffer nahe. Gleich zwei Mal landete der Ball im Kasten von Zieler, doch das Schiedsrichtergespann um Deniz Aytekin gab die Treffer nicht. Und so kam es wie es kommen musste...

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Auf der eigenen Seite scheiterte Marko Arnautovic per strammem Schuss an Zieler, auf der anderen Seite war Hannover mit der letzten Aktion des Spieles erfolgreich.

DortmundSchnelle Kombinationen, gnadenloses Pressing, schöne Tore - Borussia Dortmund ist für den Start in die Champions League gerüstet. Drei Tage vor dem Duell mit Ajax Amsterdam spielte der Meister beim 3:0 (2:0) über Bayer Leverkusen erstmals in dieser Saison meisterlich auf. Die starke Vorstellung seiner Mannschaft vor allem in der ersten Halbzeit versetzte Trainer Jürgen Klopp ins Schwärmen: „Das war der Fußball, den wir spielen wollen und den wir spielen müssen, wenn wir erfolgreich sein wollen.“

Mit verblüffender Leichtigkeit löste der Titelverteidiger die vermeidlich schwere Aufgabe gegen die ambitionierten Leverkusener. Vor 80 645 Zuschauern im ausverkauften Signal Iduna Park sorgten Mats Hummels (29.), Jakub Blaszczykowski (39.) und Robert Lewandowski (79.) am Samstag für den verdienten Sieg. Dagegen musste das in der vergangenen Spielzeit auswärtsstarke Bayer-Team die bereits zweite Saisonschlappe in der Fremde hinnehmen. Das deutliche 0:3 schlug dem Leverkusener Sportdirektor Rudi Völler aufs Gemüt: „Immer nur elegant reicht nicht. Man muss mehr dagegenhalten.“


Offenbar scheint die lange Länderspielpause der Borussia mehr genutzt als geschadet zu haben. Anders als in den bisherigen Saisonspielen gegen Bremen (2:1) und in Nürnberg (1:1) trumpfte das vom starken Ilkay Gündogan angetriebene Team ähnlich auf wie in der vergangenen Saison und blieb auch im 31. Spiel nacheinander ohne Niederlage. „Es war die erste Messlatte, die wir gelegt haben. An der müssen wir uns in den nächsten Tagen orientieren“, kommentierte Klopp.

Wie der Coach werteten auch die Profis das 3:0 als gelungene Generalprobe für die Partie an gleicher Stätte gegen den niederländischen Meister. Regisseur Gündogan machte aus seiner Vorfreude keinen Hehl: „Das gibt uns ein richtiges gutes Gefühl für Dienstag. Champions League ist einfach geil. Wir freuen uns alle riesig auf die Partie gegen Ajax vor diesen tollen Fans.“

Auch ohne 17-Millionen-Einkauf Marco Reus, für den überraschenderweise Mario Götze in der Startelf stand, erspielte sich der Gastgeber durch Marcel Schmelzer (3.) und Blaszczykowski (5.) zwei frühe Möglichkeiten. Der große Aufwand wurde noch vor der Pause zweimal belohnt. Nach Ecke von Schmelzer stand Innenverteidiger Hummels ganz allein und köpfte den Ball aus kurzer Distanz ins Tor. Diese Führung beflügelte den Meister. Zehn Minuten später sorgte eine polnische Co-Produktion für das 2:0: Die mustergültige Flanke von Lukasz Pisczek nutzte Blaszczykowski per Direktabnahme zum 2:0.


Zwar schaltete der BVB nach Wiederanpfiff einige Gänge runter, verlor aber nie die Kontrolle über den Gegner. Mit der Einwechslung von Reus in der 60. Minute wurde das Spiel jedoch wieder lebhafter. Elf Minuten vor Schluss beseitigte Lewandowski die letzten Zweifel. Sein Kopfball nach Freistoß von Blaszczykowski versetzte den Leverkusenern den Knockout. Bayer-Coach Sascha Lewandowski sprach Klartext: „Man kann in Dortmund verlieren. Aber die Art und Weise, wie wir aufgetreten sind, wurmt mich gewaltig. Wir sind von der ersten Minute an zu passiv aufgetreten.“

  • dpa
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