Sieg in Kaiserslautern
Abdellaoue schießt Hannover 96 auf Platz drei

Der Höhenflug von Hannover 96 hält an: Auch das Gastspiel beim gut in die Saison gestarteten Aufsteiger 1. FC Kaiserslautern entschieden die Niedersachsen für sich und stellten damit in ihrem 750. Spiel in der Eliteklasse mit 13 Punkten nach sechs Partien einen neuen Klubrekord auf. Doch den musste das Team von Trainer Mirko Slomka auch teuer bezahlen.

Trainer Mirko Slomka herzte und umarnte jeden, der sich ihm nach dem Schlusspfiff in den Weg stellte. Der Trainer von Hannover 96, der vor dem Bundesliga-Start nach dem Erstrunden-Aus im DFB-Pokal schon in der Diskussion stand, strafte alle seine Kritiker Lügen. Durch den 1:0 (1:0)-Erfolg in der Pfalz kletterte der zweimalige deutsche Meister auf den dritten Tabellenplatz.

Der Norweger Mohammed Abdellaoue besiegelte mit seinem Treffer in der 33. Minute den zweiten Auswärtssieg und löste bei den 96ern ungeahnte Glücksgefühle aus. "Im Fußball ist vieles möglich. Doch damit hat niemand gerechnet. Das ist außergewöhnlich, wir werden den Moment deshalb genießen", meinte Coach Slomka. Man habe beharrlich an bestimmten Dingen gearbeitet. Die Mannschaft habe immer gut mitgezogen und sich auch von äußerlichen Einflüssen nicht irritieren lassen, skizzierte Slomka das Erfolgsrezept.

Der Sieg auf dem Betzenberg war allerdings teuer erkauft. Abdellaoue musste in der 78. Minute mit Verdacht auf Gehirnerschütterung ausgewechselt werden und blieb in der Nacht zum Montag zur Beobachtung im Krankenhaus in Kaiserslautern. Lauterns Außenverteidiger Florian Dick hatte den Norweger unabsichtlich mit dem Fuß am Kopf getroffen. Bei Abdellaoues Sturmpartner Didier Ya Konan, der in 69. Minute ausgewechselt wurde, besteht Verdacht auf eine Innenbandverletzung im Knie.

Fromlowitz: "Besonders emotionaler Moment"

"Nach sechs Spieltagen ist es noch zu früh, um eine Bilanz zu ziehen. Wir haben auch heute wieder super verteidigt. Wir haben zwar insgesamt nicht so gut gespielt wie zuletzt, aber wichtig ist, dass wir gewonnen und nunmehr 13 Punkte auf dem Konto haben", meinte Hannovers Torhüter Florian Fromlowitz, der einst bei den Pfälzern zwischen den Pfosten stand und dort auch seine erstes Bundesligaspiel bestritt. "Deshalb war das ein besonders emotionaler Moment, hier zu spielen und zu gewinnen", ergänzte der 96-Keeper.

Die 40 115 Zuschauer im Fritz-Walter-Stadion sahen in der Anfangsphase eine weitgehend ausgeglichene Partie auf mittelmäßigem Niveau. Keine der beiden Mannschaften konnte sich gute Chancen erarbeiten. Erst nach rund zehn Minuten erhöhten die Gastgeber, die ohne Jan Simunek (Leistenoperation), Chadli Amri (Außenbandanriss) und Stiven Rivic (Grippe) auskommen mussten, den Druck.

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