Silvia Neid
„Es ist wie es ist, wir spielen auf Kunstrasen“

Die Debatte um Kunstrasen soll die Spielerinnen nicht von der Vorbereitung auf die WM ablenken. Bundestrainerin Silvia Neid äußert sich gelassen und konzentriert sich auf die Sache.
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OttawaDie deutschen Fußballerinnen treten bei der Weltmeisterschaft im Sommer 2015 in Kanada in der Vorrunde gegen Norwegen, Elfenbeinküste und Thailand an. Bundestrainerin Silvia Neid äußerte sich zufrieden über die Auslosung, die ihr das wohlbekannte Team aus Norwegen und zwei WM-Neulinge bescherte. Nun sieht sie es als eine ihrer Aufgaben, die Spielerinnen auf den umstrittenen Kunstrasen einzustellen, auf dem die WM-Spiele ausgetragen werden. „Es ist wie es ist, wir spielen auf Kunstrasen“, sagt sie. Von der Vorbereitung auf die WM „darf das jetzt nicht mehr ablenken“.

Im „Museum der kanadischen Geschichte“ in Ottawa-Gatineau wurden am Samstag die Gruppen für die 7. Weltmeisterschaft der Frauen ausgelost, die vom 6. Juni bis 5. Juli in sechs Städten Kanadas gespielt wird. Silvia Neid und die DFB- Delegation konnten einen ersten Eindruck von der kanadischen Hauptstadt Ottawa gewinnen. Ottawa wird für die deutschen Spielerinnen zunächst der Stützpunkt sein. Hier werden sie am 7. und 11. Juni die Vorrundenspiele in ihrer Gruppe B gegen die Elfenbeinküste und Norwegen austragen, das dritte Spiel gegen Thailand dann in Winnipeg. Qualifizieren sie sich als Erster oder Zweiter der Gruppe B für das Achtelfinale, spielen sie am 20. oder 22. Juni ebenfalls in Ottawa.

Bundestrainerin Neid sieht ihr Team und Norwegen als Favouriten der Gruppe B. „Mit Norwegen haben wir eine sehr starke Mannschaft in unserer Gruppe, die wir sehr gut kennen“, sagte sie nach der Auslosung im Gespräch mit dieser Zeitung. Deutschland hatte bei der Europameisterschaft 2013 Norwegen 1:0 im Finale besiegt. Unbeschriebene Blätter sind für sie dagegen Thailand und Elfenbeinküste. „Asiatische Mannschaften sind dafür bekannt, dass sie sehr gut organisiert und technisch versiert sind. Und Teams aus Afrika muss man immer sehr ernst nehmen. Afrikanische Spielerinnen sind grundsätzlich sehr schnell, sehr zweikampfstark und sehr robust.“

Die Auslosung der Gruppen fand unter Leitung von Fifa-Generalsekretär Jerome Valcke statt. Mit rotbefrackten „Mounties“ der Bundespolizei RCMP, die den WM-Pokal in das Museumsauditorium brachten, indianischem Tanz und Trommelgesang und einem Video von den landschaftlichen Schönheiten bediente Kanada das Bild, das die Welt von diesem Land hat. Die WM wird erstmals mit 24 Teams ausgetragen, nachdem an der Weltmeisterschaft 2011 in Deutschland noch 16 Mannschaften teilgenommen hatten.

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