Sinkiewicz und Jansen von Beginn an dabei
„Kinderriegel“ für die DFB-Abwehr

Nach dem Test von insgesamt 15 Abwehr-Kandidaten setzt Bundestrainer Jürgen Klinsmann gegen Südafrika nun auf einen „Kinderriegel“, um die wacklige Defensive zu stabilisieren. Vor dem Länderspiel am Mittwoch (20.30 Uhr/live in der ARD) in Bremen kündigte der Bundestrainer an, dass der 19 Jahre alte Lukas Sinkiewicz vom 1. FC Köln und der gleichaltrige Gladbacher Marcell Jansen erstmals von Beginn an spielen werden. Dazu kommen Per Mertesacker (20) und Arne Friedrich (26) - ergibt eine deutsche Viererkette mit gerade einmal 21 Jahren im Altersdurchschnitt.

BREMEN. Nun also der Versuch mit der Jugend, nachdem in den beiden letzten Länderspielen gegen die Niederlande (2:2) und die Slowakei (0:2) auch Routinier Christian Wörns (33) der Verteidigung nicht die gewünschte Stabilität geben konnte. "Ich bin überzeugt, dass Per Mertesacker und Lukas Sinkiewicz in der Innenverteidigung gut spielen werden", meinte Klinsmann-Assistent Joachim Löw. Auch Jansen hatte nach seiner Einwechslung zur Pause in Bratislava auf der linken Seite "einige schöne Angriffe eingeleitet". Friedrich war in der Slowakei wegen einer Magenverstimmung nicht dabei.

Die erneuten Umstellungen gegen Südafrika zeigen jedoch, dass Klinsmann neun Monate vor der WM 2006 gerade in der Abwehr, in früheren Zeiten des Deutschen liebstes Kind, noch immer auf der Suche nach Konturen ist. "Natürlich kann man darüber diskutieren, ob sich die Abwehr einspielen soll. Aber dafür muss man erst mal wissen, welche Abwehr", verteidigte der Bundestrainer schon nach dem Slowakei-Spiel seinen bisherigen Zickzack-Kurs.

In den 18 Länderspielen unter Klinsmann wurden alleine 15 Kandidaten in der Abwehrkette getestet, die sich am Ende um sechs oder sieben WM-Tickets streiten. Lediglich Thomas Linke, der zum Start der Klinsmann-Ära in Österreich ausgeholfen hatte, steht nicht mehr zur Disposition. In dem Dortmunder Christoph Metzelder, dem Schalker Christian Pander oder dem Leverkusener Jens Nowotny befinden sich jedoch noch drei Profis nach gravierenden Verletzungen im Wartestand.

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