Souveräner Gruppensieg
Spaniens "B-Elf" schickt Saudis in die Wüste

Trotz einer komplett umgestellten Mannschaft konnte Spanien auch im letzten WM-Vorrundenspiel gegen Saudi-Arabien überzeugen und zieht durch den 1:0 (1:0)-Sieg als Gruppensieger ins Achtelfinale ein.

HB KAISERSLAUTERN. Spaniens B-Elf hat den souveränen Gruppensieg bei der Weltmeisterschaft perfekt gemacht und Saudi-Arabien in die Wüste geschickt. Das von Trainer Luis Aragones auf den Platz geschickte Reservisten-Team, in dem kein Spieler der eigentlichen Startformation stand, setzte sich am letzten Spieltag der Gruppe H mit 1:0 (1:0) gegen die "Wüstensöhne" durch. Die Spanier gelten nach nunmehr 25 Spielen in Folge ohne Niederlage im Achtelfinale am Dienstag (21.00 Uhr) gegen den Zweiten der Gruppe G in Hannover als Favorit.

Vor 46 000 Zuschauern im ausverkauften Fritz-Walter-Stadion, darunter der spanische König Juan Carlos mit Gattin Sophia, erzielte Juanito (36.) das entscheidende Tor für die Spanier, die sich bereits vor der Partie mit zwei Siegen gegen die Ukraine (4:0) und Tunesien (3:1) für die nächste Runde qualifiziert hatten. Saudi-Arabien, das ohnehin nur noch theoretische Chancen auf den Achtelfinal-Einzug gehabt hatte, verabschiedete sich mit nur einem Punkt auf dem Konto aus Deutschland.

In den ersten Minuten erlebten die Fans eine Partie ohne große Höhepunkte. Die Spanier agierten weitgehend lustlos und verpassten in der Anfangsphase die Möglichkeit, sich für die Startelf zu empfehlen. Erst nach einer guten Viertelstunde zeigten die Iberer mehr Engagement und kamen durch Joaquin (16.) und Jose Antonio Reyes (17.) zu ihren ersten Chancen.

Auf die nächste Gelegenheit mussten die weiter nicht mit dem letzten Einsatz auftretenden Südeuropäer bis zur 28. Minute warten. Einen Schuss von David Albelda parierte Torwart Mabrouk Zaid aber glänzend. Nur zwei Minuten später stand der Keeper auch der möglichen Führung durch Joaquin im Weg.

Im Anschluss an diese Szene erhöhte die Seleccion den Druck, und Innenverteidiger Juanito von Betis Sevilla erzielte im 16. Länderspiel seinen zweiten Treffer. In den letzten Minuten vor der Pause erspielten sich die Spanier weitere gute Möglichkeiten, doch Torwart Zaid reagierte mehrfach großartig.

Nach dem Seitenwechsel ersetzte Aragones den mittlerweile ins zweite Glied gerückten Starstürmer Raul durch David Villa. Der erfolgreichste Torjäger der Champions League muss damit weiter auf seinen sechsten WM-Treffer warten, der ihn zum alleinigen WM-Rekordtorschützen der Spanier machen würde. Trotz der Auswechslung Rauls erarbeiten sich die Iberer noch zahlreiche Möglichkeiten, die sie aber reihenweise vergaben.

© SID

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