Souveräner Sieg der Italiener
Italien, das war weltmeisterlich!

Mit einer ausgezeichneten Leistung hat das Team von Trainer Marcello Lippi in Hannover seine Titelansprüche untermauert. Die Mannschaft gewann die hochklassige Partie gegen den starken WM-Debütanten Ghana mit 2:0 (1:0) nach Toren von Andrea Pirlo (40.) und Vincenzo Iaquinta (83.).

HB HANNOVER. Es war eine der bisher besten Partien bei dieser Weltmeisterschaft. Von der ersten Minute an entwickelte sich ein Spiel, das kaum Wünsche offen ließ. Es ging rauf und runter, technisch erstklassig. Torchancen gab es phasenweise im Minutentakt - auf beiden Seiten. Die 43 000 Zuschauer im ausverkauften Stadion in Hannover waren begeistert.

Wer befürchtet hatte, Italien spiele dieses wichtige erste Spiel gegen Ghana vorsichtig, abwartend, der sah sich schnell getäuscht. Die Azzuri drückte aufs Tempo. Aus einer sicheren Abwehr um die Innenverteidiger Fabio Cannavaro und Alessandro Nesta heraus, fackelten die Italiener im Spiel nach vorne nicht lange. Immer wieder gab der von den Tifosi verehrte, überragende Francesco Totti dem Spiel mit genauen Pässen aus dem Mittelfeld Impulse, die zu gefährlichen Situationen im Strafraum von Ghana führten. Neben Totti machte Mittelfeldmann Andrea Pirlo eine hervorragende Partie. Und im Sturm sorgte Luca Toni für enorm viel Gefahr.

So erspielten sich die Italiener in der ersten Halbzeit gleich reihenweise gute Chancen: Cannavaro köpft knapp drüber (8.); Totti schießt über das Tor schießt (15.). Toni setzt sich gegen Kuffour durch und schießt aus 15 Metern an die Unterkante der Latte. Tottis Freistoß aus über 30 Metern lenkt Richard Kingston mit den Fingerspitzen über die Latte (33.).

Doch Ghana, das häufig als Brasilien Afrikas bezeichnet wird, war keineswegs nur ein besserer Sparringspartner. Die Viererkette um Sammy Kuffour vom AS Rom erledigte ihren Job eigentlich ordentlich. Nur: Die Italiener kombinierten, dribbelten und passten einfach zu gut. Und Torwart Kingston war ein Schwachpunkt bei hohen Bällen, bei denen er sich oft verschätzte.

Doch die Afrikaner spielten taktisch diszipliniert, technisch stark und mit vielen Tempowechseln, die für Gefahr sorgten. Das Team des serbischen Trainers Ratomir Duijkovic präsentierte sich geradezu europäisch. Besonders überzeugte das Mittelfeld der Afrikaner. Die beiden internationale Topspieler Mickael Essien vom FC Chelsea und Stephen Appiah von Fenerbahce sorgten dafür, dass das Spiel lange Zeit ausgeglichen blieb. Während die Italiener das Tempo in der ersten Hälfte zunehmend forcierten leiteten Essien und Appiah bei Ballverlusten der Azzuri viele gefährliche Konter ein.

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