Später Sieg in Bremen
FC Bayern marschiert weiter

Die Siegesserie von Tabellenführer Bayern München setzt sich fort: Gegen disziplinierte Bremer tat sich der Rekordmeister zunächst schwer, es genügte eine starke Schlussphase, um das Spiel zu entscheiden.
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BremenDie Erleichterung schien nach dem Geduldsspiel größer als die Freude. Der FC Bayern München hatte mehr Mühe als gedacht, ehe er bei Werder Bremen die beiden späten Tore zum sechsten Sieg im sechsten Saisonspiel der Fußball-Bundesliga erzielte. Im 93. Nord-Süd-Klassiker gelang Luiz Gustavo erst in der 81. Minute die erlösende Führung, ehe Mario Mandzukic (83.) mit seinem sechsten Saisontor den 2:0 (0:0)-Endstand markierte.

„Werder hat es uns lange Zeit schwer gemacht“, kommentierte Jupp Heynckes. Man müsse in so einem Spiel „viel Geduld haben“, sagte der Bayern-Coach. „Das haben sie in der ersten Halbzeit überstrapaziert. Das lag zum Teil an meiner Mannschaft, aber auch an der anderen Mannschaft.“


Die Bayern hatten am Samstag vor 42 100 Zuschauern im ausverkauften Weserstadion trotz viel Ballbesitz deutlich mehr Schwierigkeiten als zuletzt gegen die harmlosen Wolfsburger. Die Bremer stellten sich nicht hinten rein und warteten auf Konter, sondern versuchten, die Bayern zu beschäftigen. Mit eigenen Offensivaktionen und schnellem Passspiel gelang das in der frühen Phase des Spiels am besten. Wirklich gefährlich in den Strafraum kamen die Bremer dabei aber nur selten.

„Es war eine sehr intensive Partie. Die Kompaktheit bis zum Schluss zu halten, war schwierig“, sagte Zlatko Junuzovic. Der starke Bremer musste auch zugeben: „Wir hatten nicht den meisten Ballbesitz, unsere wenigen Konter waren nicht zwingend genug.“ Die meiste Mühe hatten die Münchener auf der rechten Seite. Werders Linksaußen Eljero Elia narrte Philipp Lahm einige Male. Dessen Mitspieler im Zentrum klärten allerdings.


Mit Thomas Müller für den angeschlagenen Arjen Robben in der Startelf hatten die Gäste trotz der Bremer Bemühungen deutlich mehr Ballbesitz. Hochkarätige Torchancen blieben bis zu den Treffern aber Mangelware. Die erste richtig gute Möglichkeit gab es erst zwei Minuten vor der Halbzeit, als Claudio Pizarros Kopfball knapp über das Tor strich.

Dass die Bayern erst spät mehr Gefahr entwickeln konnten, lag auch an der Schwäche im Spielaufbau. Gegen die zweikampfstarken und hartnäckigen Bremer konnte sich Toni Kroos fast nie durchsetzen, und auch der nachrückende Bastian Schweinsteiger entwickelte wenig Effektivität. Mit dem eingewechselten Xherdan Shaqiri wurde es in der letzten halben Stunde besser.

Erst nach dem Tor von Gustavo, der eine Müller-Vorlage überlegt per Schlenzer einschoss, hatten die Bayern mehr Platz. Nach einem Konter über Shaqiri nutzte der eingewechselte Mandzukic freistehend seine erste Chance und erhöhte.


Die meiste Gefahr ging bis dahin von Franck Ribéry aus. Der Franzose zeigte ein paar schöne Dribblings gegen Werders Rechtsverteidiger Theodor Gebre Selassie und knallte den Ball vier Minuten nach dem Wechsel gegen den Pfosten.

Besonders im Blickpunkt stand am Samstag ein ehemaliger Bremer: Vor dem Spiel wurde Claudio Pizarro von der Werder-Clubführung verabschiedet. Der langjährige Mittelstürmer hatte seinen Wechsel von Bremen zu den Bayern erst nach Saisonschluss bekanntgegeben und erhielt daher mit Verspätung Blumen und ein Bild. Die Fans bedankten sich mit viel Applaus und pfiffen nicht - anders als vor Jahren nach dem Wechsel von Miroslav Klose zu den Bayern. Trainer Jupp Heynckes setzte den Peruaner wie zuletzt in der Champions League gegen Valencia von Beginn an ein, doch gegen seine letztjährigen Mitspieler Sokratis und Sebastian Prödl vermochte er sich kaum durchzusetzen und wurde nach nicht einmal einer Stunde gegen Mandzukic ausgewechselt.

 

 

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur

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