Spanier setzen in Gelsenkirchen auf starke Abwehr
Mit Herakles im Gepäck nach Schalke

Für den FC Sevilla ist das Spiel um den Einzug ins Uefa-Pokalfinale der größte Erfolg der Vereinsgeschichte. Heldenmut soll den Sieg bringen.

MADRID. Der Legende nach gründete der griechische Held Herakles die südspanische Stadt Sevilla. 700 000 Einwohner hat die Hauptstadt der Autonomen Region Andalusien. Und zwei Profi-Fußballvereine, die bislang nicht durch besondere Heldentaten aufgefallen sind.

Die Rivalität von FC und Real Betis Sevilla ist dabei in etwa so ausgeprägt wie die der deutschen Klubs Schalke und Dortmund. Betis, der größere und deutlich beliebtere Verein, brüstet sich der Teilnahme an der Champions-League-Vorrunde (2005/2006) als größten Erfolg; für den FC Sevilla, der bei vielen Spaniern wegen seiner früheren Nähe zu den Faschisten immer noch unbeliebt ist, ist das Uefa-Pokal-Halbfinale gegen Schalke 04 heute Abend das Highlight der Vereinsgeschichte.

Geht es nach den Sevillistas, dann bleibt es das aber nicht lange. Auf der Fanseite im Internet, „Hastalamuerte“ – „Bis in den Tod“, hoffen sie schon darauf, dass der FC Sevilla den Uefa-Pokal gewinnt und im nächsten Jahr in der Champions League mitspielt. Für Letzteres müsste der Klub aber vierter in der Primera Division, der spanischen Liga, werden. Davon trennen den derzeit Sechstplatzierten allerdings sechs Punkte. Der argentinische Stürmer Javier Saviola will an die Champions League auch gar nicht erst denken: „Ich halte es für wichtiger, jetzt für den Uefa-Pokal zu kämpfen.“

Dennoch, auch die Spieler streben nach größerem Erfolg: „Bei dieser Begegnung geht es um Fußball und da kann alles passieren. Unser Team ist in jedem Fall gut genug, um im Finale zu spielen,“ sagt Andrés Palop, der Torhüter des FC Sevilla. Er ist einer der Trümpfe von Trainer Juande Ramos. Das hat Palop gerade wieder im Spiel beim galizischen Liga-Konkurrenten Deportivo La Coruña bewiesen, in dem er kein Tor zuließ. Die wichtige Partie gegen den Mitkonkurrenten um einen Uefa-Cup-Platz endete 0:0.

Entscheiden wird sich das Treffen der in Rot und Weiß gekleideten Andalusier mit Schalke aber erst beim Rückspiel im heimischen Stadion Ramón Sánchez Pizjuan, glaubt Sevillas Mittelfeldspieler Enzo Maresca: „Schalke ist ein Verein mit sehr viel Erfahrung bei europäischen Wettbewerben. Da können wir nicht mithalten und brauchen für die Qualifizierung sicher die Rückrunde.“

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