Spezialkräfte sollen deutsche Polizeibehörden unterstützen
Britische Polizei hält 3500 Hooligans fern

Die britische Polizei wird 3500 registrierten Hooligans während der Fußball-WM 2006 die Ausreise nach Deutschland verweigern. Dies erklärte der britische Polizeipräsident David Swift in der britischen Botschaft in Berlin. Die Pässe der Hooligans werden im betreffenden Zeitraum eingezogen.

HB BERLIN. Dieser Personenkreis unterliegt auch auf der Insel einem Besuchsverbot von Fußballstadien. Die Reisepässe der Hooligans wurden eingezogen. Sie müssen sich zusätzlich regelmäßig zur Kontrolle bei Polizeistellen melden. Zusätzlich kündigte Swift vor und während der Fußball-WM scharfe Überprüfungen von potenziellen Gewalttätern an sämtlichen Grenzkontrollpunkten an.

Generell sehe er als leitender Koordinator der englischen Planungen zur Fußball-WM dem Turnier in Deutschland optimistisch entgegen. In Kürze erwarte die Regierung in London von Innenminister Wolfgang Schäuble (CDU) eine formale Einladung an die britischen Behörden um Amtshilfe durch Experten. Swift sagte in Berlin: "Wir werden den deutschen Gastgebern die hervorragend ausgebildeten Spezialkräfte anbieten, die sie sich wünschen." Konkrete Zahlen für den Einsatz der britischen Beamten in Deutschland nannte er nicht. Die bisherige Zusammenarbeit der Polizeibehörden beider Länder bezeichnete er im WM-Vorfeld als sehr gut.

Seinen schlechten Ruf der vergangenen Jahre im Ausland habe der englische Fußball verdient. Aber durch äußerst strenge Maßnahmen der Regierung, der Polizei, sowie der Vereine und zahlreicher besonnener Fangruppen habe sich vieles zum Besseren gewandelt. Swift rechnet mit mindestens 100 000 WM-Besuchern aus England. "Davon stellen 99,9 Prozent nicht das geringste Problem dar."

England spielt bei der WM in der Vorrundengruppe B in Frankfurt/Main gegen Paraguay (10. Juni), in Nürnberg gegen Trinidad und Tobago (15. Juni) sowie in Köln gegen Schweden (20. Juni). Als Zweiter dieser Gruppe könnte England nach einem Sieg im Achtelfinale am 30. Juni im Berliner Olympiastadion antreten. Sollte Deutschland in Gruppe A Erster werden und sein Achtelfinale gewinnen, kann es zum Berliner Viertelfinalspiel zwischen den WM-Finalisten von 1966 England und Deutschland (4:2) kommen.

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