Spielbericht Bayern - Moskau
„Das war seltsam“

Die Tor-Minimalisten des FC Bayern streben mit dem zweiten Sieg Richtung Champions-League-Achtelfinale. Müller sichert den Jubiläumserfolg bei einer „seltsamen“ Premiere in Moskau.
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MoskauNicht nur Matchwinner Thomas Müller war froh, als das skurrile „Geisterspiel“ von Moskau endlich vorbei war. „Wir fahren hochzufrieden nach Hause. Wir haben die drei Punkte geholt, etwas anderes war hier nicht zu gewinnen“, kommentierte Müller. Der FC Bayern hatte sich nicht erschrecken lassen von den ungewohnten Rahmenbedingungen im Chimki-Stadion und hielt mit dem 100. Sieg in der Champions League Kurs Richtung Achtelfinale.

Weltmeister Müller sorgte am Dienstagabend mit seinem Elfmetertor in der 22. Minute für den 1:0 (1:0)-Erfolg über ZSKA und einen glücklichen Abschluss der lästigen Auswärtsaufgabe vor leeren Rängen. „Es war ein komisches Spiel, ohne Atmosphäre, ohne Emotionen. ich möchte das nie wieder erleben, Spaß macht es nicht“, urteilte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge beim TV-Sender Sky.

Mit zwei 1:0-Siegen hielten sich die Tor-Minimalisten von Coach Pep Guardiola in der Vorrundengruppe E bislang schadlos. Der deutsche Rekordmeister könnte im nächsten Match beim AS Rom am 21. Oktober womöglich schon für eine kleine Vorentscheidung im Kampf um den Einzug in die K.o.-Runde sorgen. „Wir haben das Spiel kontrolliert. Zwei Siege sind ein gutes Ergebnis“, bilanzierte Trainer Pep Guardiola vor dem nächtlichen Heimflug des Bayern-Trosses aus der russischen Hauptstadt nach München.

Keine Fans, keine Stimmung - aber auch keine böse Überraschung für den FC Bayern: Das Münchner Star-Ensemble spulte die Partie vor etwa 400 Journalisten, Vereinsoffiziellen, Sponsorengästen und Ordnern seriös ab, auch wenn die Chancenverwertung mies war und die Abwehr bei einigen Moskauern Kontern wackelte.

Merkwürdig war aber vor allem die Atmosphäre im 18 000 Zuschauer fassenden Chimki-Stadion: Die Rufe der Spieler hallten durch die Arena, von außerhalb waren die Schlachtrufe der ausgesperrten ZSKA-Fans zu hören. Die VIPs drinnen stimmten bisweilen ein. Müller gefiel die ungewohnten Rahmenbedingungen nicht: „Fußball ist normal ein Spiel, dass für die Fans und Zuschauer gespielt wird. Wir sind ja in der Unterhaltungsbranche tätig. Es war seltsam.“

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Moskau trifft nur die Latte

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