Spieler brechen ihr Schweigen
Schalker Gala im Revierderby

Mit einer überzeugenden Leistung bleibt der FC Schalke 04 die Nummer 1 im Ruhrpott und Tabellenführer Werder Bremen punktgleich auf den Fersen. Im 128. Revierderby siegten die Königsblauen mit 3:1 (2:0). Die Mannschaft von Trainer Mirko Slomka baute ihre jüngste Erfolgsserie damit auf sieben Spiele ohne Niederlage mit 17 von 21 möglichen Punkten aus.

GELSENKIRCHEN. Über die gesamten 90 Minuten ließen die Schalker ihren Dortmunder Konkurrenten kaum Chancen und lieferten den 61 482 Fans mit dem höchsten Heimsieg im Revierderby seit 15 Jahren ein vorzeitiges Weihnachtsgeschenk. Die überragenden Christian Pander (14. Minute per Freistoß) und Kevin Kuranyi (25.) sowie Peter Lövenkrands (47.) sorgten zugleich für den ersten Heimerfolg gegen den BVB seit dem 15. September 2001. Für die auswärtsstarken Borussen gelang Alexander Frei das Ehrentor erst sieben Minuten vor dem Ende.

„Den Sieg schenken wir unseren Fans, er war die Anstrengung wert. Wir waren unter Zugzwang und ich denke, wir haben unsere Sache heute gut gemacht“, sagte Kapitän Fabian Ernst und beendete damit den wochenlangen Medien-Boykott der Schalker Mannschaft. Pander sagte: „Das mit den Freistößen hat bei mir schon in der Jugend sehr gut geklappt. Heute aber war der Treffer natürlich viel wichtiger.“

Die Knappen hatten jedoch einige Zeit gebraucht, um ins Spiel zu kommen. Nach einem nervösen Beginn, in dem sich beide Teams viele Fehlpässe leisteten, übernahm zunächst Dortmund die Initiative. Die Schwarz-Gelben, bei denen Markus Brzenska für Christian Wörns (Viruserkrankung) ins Team gekommen war, hatten durch Tinga die erste Chance (8.).

So kam die Führung der Schalker in der 14. Minute überraschend. Im Strafraum warteten die Spieler auf die Freistoß-Flanke von Pander aus etwa 35 Metern Torentfernung. Doch der Ball flog und flog, Kuranyi sprang unter ihm durch und der Ball senkte sich ins linke Eck. Roman Weidenfeller schaute irritiert – den hätte der Dortmunder Torhüter wohl halten müssen.

In der 23. Minute der nächste Rückschlag für den BVB: Nelson Valdez schied verletzt aus. Danach gelang den Dortmundern nicht mehr viel; es spielte nur noch Schalke. Beim BVB machte sich das Fehlen von Kapitän Wörns deutlich bemerkbar. Ohne den Routinier war die junge Innenverteidigung nicht nur beim zweiten Gegentreffer überfordert, der ebenfalls nach einer Standardsituation fiel: Lövenkrands trat zur Ecke an, die Kuranyi freistehend vor dem Tor einköpfte (25.).

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