Spieler-Mobbing 2.0
„Jetzt muss der Nächste dran glauben“

Der Fall des Kölner Fußballers Pezzoni, der nach massiven Bedrohungen durch Fans seinen Vertrag gelöst hat, ist kein Einzelfall. Der Hass und die Hetze beginnen oft im Netz und enden zuweilen in körperlicher Gewalt.
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DüsseldorfDie Facebook-Gruppe „Pezzoni in die Wüste“ hat schon um die 200 Mitglieder. Freundliche Worte über den Fußballer sind dort nicht zu finden. In der offenen Gruppe kann jeder FB-Nutzer nachlesen, wie gegen den ehemaligen Köln-Spieler gewettert wird bis hin zu: „Wir haben ihn erledigt… Jetzt muss der Nächste dran glauben“, schreibt beispielsweise der Facebook-Nutzer mit dem Namen Marco Kühn und nennt bereits weitere Namen.

Und das Gruppenmitglied Sandro Colonia wird noch deutlicher: „Pezzo (ni) di merda! Wobei der lange nicht das einzige Stück Scheiße in der Mannschaft war!“

Neben dieser Hetz-Gruppe gibt es noch zahlreiche, weitere Anti-Pezzoni-Gruppen auf Facebook. Von „Pezzoni? Dann lieber mit 10 Mann spielen“ bis hin zu „Kevin sucht ein Zuhause. Die Anti Pezzoni Gruppe“ – die Aggression, die dem Profi im Netz entgegenschlägt, kennt keine Grenzen. Allerdings bleibt es nicht bei bösen Worten: Der FC-Spieler wurde auch vor seiner Haustür von „Fans“ bedroht. Er wird als Sündenbock für die schlechte Leistung der Mannschaft gebrandmarkt. Kevin Pezzoni hält es schließlich nicht mehr aus und bittet den Verein um die Auflösung seines Vertrages.

Der Verein zeigt sich entsetzt. In einem offenen Statement an die Fans und Mitglieder des 1. FC Köln heißt es: „(…) diese Mannschaft steht zusammen. Jeder, der auf dem Platz ein FC-Trikot trägt, gehört dazu. (…) Wir alle kennen unsere Rolle und unsere Verantwortung. Doch wir lassen als Mannschaft nicht zu, dass einzelne Spieler von einzelnen Chaoten gedemütigt und persönlich angegangen werden.“ Klare Worte in Richtung der Fans.

Pezzoni war bereits am 19. Februar dieses Jahres tätlich angegriffen worden und erlitt einen Nasenbeinbruch. Er musste operiert werden, kehrte aber wenige Tage später ins Mannschaftstraining zurück.

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„Jetzt muss der Nächste dran glauben“

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Mehr als 200 Unterstützer stehen im Netz hinter Pezzoni

Kommentare zu " Spieler-Mobbing 2.0: „Jetzt muss der Nächste dran glauben“"

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  • Diese Leute, die im Internet hetzen oder Spielern auch noch auflauern, sind wahre Looser im Leben. Keine Familie, schlechten Job und außer Jim Beam keinen einzigen Freund. Und nur auf diese Weise können die ihren Frust abbauen. Ganz billig ! Aber das Land ist voll von solchen Typen !

  • Sie haben fast recht: Es war kein Unbekannter (das haben wir im Artikel korrigiert), aber tatsächlich auch nur ein Freund eines Ex-Freundes von Pezzonis Freundin. Also von einer normalen Beziehungstat kann man da wirklich nicht sprechen. Das Beispiel soll auch nur illustrieren, dass Pezzoni als Gewaltopfer bereits sensibilisiert ist. Und wir halten nichts davon, diese Hetze und Gewaltdrohungen von vermeintlichen Fußball-Fans zu relativieren mit Bemerkungen wie "Warum soll der Fußball besser als das reale Leben sein???" Mit besten Grüßen, Redaktion Handelsblatt




  • bitte informieren Sie sich vorher beor Sie Artikel schreiben. Zum hat den Nasenbeinbruch im Feburar kein unbekannter verübt. Das war der Exfreund von Pezzonis damaliger, vielleicht auch jetztiger Freundin. Klatsch interessiert mich nicht so. Das hat mit seinem Dasein als Spieler nichts zu tuen gehabt, sonst nur ein ganz normaler Streit um eine Frau. Ist glaube ich nicht sol selten....
    Gerade an Karneval ist da doch mehr Potential vorhanden.
    Also bitte dieses nicht als Beleg für Gewalt beim Fussball setzten.
    Und zum Thema cybermobbing gibt es ja schon viele schlaue Studien. Warum soll der Fußball besser als das reale Leben sein???
    Die Polizei hat schon mehr gemacht als beim durchschnittlichen Stalkingopfer. Also vielleicht täte es der Presse mal gut einen Gang zurückzuschalten. Zudem sollten Sie, bedanken, dass gerade Bild un Express des öftern auf K.P. rumgehackt haben. Tja gebit noch Leute in D die diesen Schmierbläterrn glauben

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