Spieler stellen sich quer
„Sommermärchen" entfacht Streit

Ungeahnte Disharmonie kündigt sich zwischen den deutschen Nationalspielern und deren Beratern auf der einen Seite sowie Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff und Regisseur Sönke Wortmann auf der anderen an. Dabei geht es um die Auslandsrechte am WM-Film "Deutschland - ein Sommermärchen". Dies berichtet die Bild am Sonntag.

Auslöser des Konflikts ist ein eigentlich harmloser Anlass: Der deutsche Botschafter Wolfgang Ischinger in England will am 8. November den Film vor 600 Gästen in London zeigen. Da jedoch die internationalen Rechte noch nicht geklärt sind, geht dies aus juristischen Gründen nur mit der Einwilligung der Hauptdarsteller. Bierhoff verschickte deshalb eine entsprechende Erklärung, die einige Spieler aber offensichtlich nicht unterschreiben wollen.

Die Berater der WM-Spieler schalteten inzwischen sogar eine Hamburger Kanzlei ein. In ihrer Mail an die Berater, die die Bams abdruckte, heißt es: "Es ist davon auszugehen, dass Oliver Bierhoff demnächst einen "Mitwirkenden-Vertrag" umherschicken wird. Wir raten dringend, von der Unterzeichnung abzusehen."

Reinerlös soll komplett gespendet werden

Die Sorge der Berater: Die internationalen Einnahmen könnten in dubiosen Quellen versickern. Vereinbart ist, dass der Erlös aus dem Film an die SOS-Kinderdörfer geht. Wortmann versicherte dagegen: "Jeder Cent des Reingewinns wird gespendet. Dies gilt auch für das komplette internationale Geschäft."

Wortmann hofft jetzt noch auf eine schnelle Einigung: "Dieser Film verbreitet ein so positives Deutschland-Bild. Das darf keinen Schaden nehmen. Ich bin gerne bereit, mich mit den Beratern an einem Tisch zu setzen."

In Deutschland haben bereits fast drei Millionen Menschen das "Sommermärchen" gesehen. Ein Euro pro Ticket geht schon jetzt an die SOS-Kinderdörfer.

© SID

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