Spitzentrio dominiert
Kein Appetitanreger für WM

Langeweile im Titelrennen, wenig Aufregung im Kampf um die Champions-League-Plätze - die Fußball-Bundesliga taugt derzeit kaum als Appetitanreger für die Weltmeisterschaft im eigenen Land.

dpa DÜSSELDORF. Titelverteidiger Bayern München zieht weiter einsam seine Kreise, die abgeschlagenen Möchtegern-Jäger aus Bremen und Hamburg halten ihre Verfolger zunehmend auf Distanz. Angesichts der Überlegenheit des Rekordmeisters sorgt sich selbst Bayern-Manager Uli Hoeneß um den Unterhaltungswert der Liga: „Wenn die anderen beiden heute verloren hätten, dann wäre die Meisterschaft entschieden gewesen. Das kann für unsere Ziele nicht gut sein.“

Mehr als über das Geschehen in der Bundesliga diskutiert Fußball- Deutschland derzeit über die umstrittenen Pläne von Bundestrainer Jürgen Klinsmann mit Hockey-Coach Bernhard Peters. Daran konnte auch der 19. Spieltag nichts ändern: Dank eines sehenswerten Treffers von Michael Ballack zum 1:0-Sieg über Bayer Leverkusen feierten die Bayern ihren 16. Erfolg im 19. Spiel. Um für das Champions-League- Achtelfinale gegen den AC Mailand gerüstet zu sein, mangelt es an nationalen Prüfsteinen. Auch ohne spielerische Finesse eilt der Alleinherrscher von Sieg zu Sieg. „Bei diesen Bedingungen ist es schwer, ein Fußball-Fest zu zeigen“, sagte Trainer Felix Magath.

Nur gut, dass zumindest Bremen mit spektakulärem Angriffsfußball gelegentlich Gesprächsstoff liefert. Mit einer furiosen Aufholjagd beim 4:2 über den FSV Mainz sorgten sie für den Höhepunkt des Spieltags. 0:2 lag der Tabellenzweite nach nur 13 Minuten bereits zurück, ehe sich die beste Offensivabteilung der Liga in einen Rausch spielte. „Wahrscheinlich haben wir das gebraucht, um wach zu werden“, sagte Nationalspieler Torsten Frings.

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