Sponsoren im Fußball
Adidas schlägt Nike auf dem Rasen

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Im Pokalfinale tritt Puma gegen Nike an


Die Erfolge auf dem Fußballplatz sind für Adidas lebenswichtig. „Fußball ist weltweit die beliebteste Sportart“, betonte Vorstandschef Kasper Rorsted vergangene Woche auf der Hauptversammlung. „Wenn wir das beste Sportartikelunternehmen sein wollen, dann müssen wir im Fußball die Nummer eins sein. Und das sind wir.“

Die Rangfolge freilich ist umstritten. Einerseits, weil die Abgrenzung zwischen Fußball-Ausrüstung und Freizeitkleidung schwierig ist. Andererseits veröffentlichen die Sportkonzerne zu einzelnen Sportarten keine Zahlen im Geschäftsbericht. Adidas verkündete vergangenes Jahr anlässlich der Europameisterschaft in Frankreich allerdings, dass die Umsätze mit Kickstiefeln, Stutzen, Bällen und Trikots 2,5 Milliarden Euro erreichen würden. Das entsprach 13 Prozent der gesamten Erlöse des Konzerns.

Für Nike ist Fußball zwar auch bedeutend. Aber der Konzern aus Oregon ist viel größer als Adidas und wesentlich stärker in den US-Sportarten verankert, vor allem beim Basketball und Football. Daher ist der Anteil des Fußballs am gesamten Umsatz geringer.

Nur in einem der großen Fußballmärkte laufen die Herzogenauracher dem großen Konkurrenten heuer hinterher: In der französischen Liga holte der AS Monaco den Titel, ein Verein, den sich Nike gesichert hat. Das war eine eher gewagte Wette der Amerikaner: Es ist die erste Meisterschaft der Monegassen seit 17 Jahren.

Der Nummer zwei unter den deutschen Sportartikelherstellern, Puma, fehlt diese Saison das Glück der letzten Spielzeit. Vor Jahresfrist wurde der Puma-Club Leicester überraschend englischer Meister. Dieses Jahr dümpelt der Verein im Mittelfeld. Nun bleibt den Herzogenaurachern nur die Hoffnung auf einen Sieg von Borussia Dortmund im Pokalfinale. Der Gegner im Berliner Olympiastadion ist Eintracht Frankfurt, ein Nike-Club.

Die laufende Saison geht gerade erst zu Ende, da trommeln die Ausrüster schon für die nächste Spielzeit. Der FC Bayern läuft am Samstag gegen Freiburg erstmals in den neuen Trikots auf. Die Leibchen gibt’s einstweilen nur im Fan-Shop des Klubs sowie direkt bei Adidas – und das aus gutem Grund.

So können Verein und Ausrüster ihre Preisvorstellungen durchsetzen. 89,95 Euro wollen sie für ein Kunststoffhemd. Sobald auch alle anderen Sporthändler beliefert werden, fällt der Preis in aller Regel dramatisch. Doch ein eingefleischter Bayern-Fan, so das Kalkül, der will am Samstagabend zur Meisterfeier auf dem Münchener Marienplatz das neueste Shirt tragen, koste es, was es wolle.

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Joachim Hofer
Joachim Hofer
Handelsblatt / Korrespondent München

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