Fußball
Sponsoren planen bei Pay-TV-Vertrag Etat-Kürzung

Die Sponsoren der meisten Bundesliga-Vereine drohen bei einem exklusiven Pay-TV-Vertrag mit geringeren Werbe-Honoraren. Bayer-Leverkusen-Sponsor RWE plant für diesen Fall sogar den kompletten Ausstieg.

Der neue Fernsehvertag bedroht offenbar die Werbe-Einnahmen der Bundesligisten. Sollte der Pay-TV-Sender Premiere in der nächsten Saison die TV-Rechte für die Bundesliga exklusiv erhalten, drohen den Klubs erhebliche Einbußen bei den Sponsoren-Einnahmen. Wie das Wirtschaftsmagazin Capital berichtet, will zum Beispiel der Tourismuskonzern Tui, der Hannover 96 mit rund drei Mill. Euro jährlich unterstützt, dann entsprechend der sinkenden Reichweite des Senders "den Etat kürzen".

Falls Premiere den alleinigen Zuschlag erhält, wollen darüber hinaus auch der Flughafenbetreiber Fraport (Eintracht Frankfurt) sowie die Telefonkonzerne Deutsche Telekom (Bayern München) und Arcor (Hertha BSC) die Konditionen ihrer Verträge überprüfen. RWE wird den rund neun Mill. Euro umfassenden Vertrag mit Bayer Leverkusen in dem Falle voraussichtlich ganz kündigen.

Der Stromkonzern, so Capital, werde nach der internen Planung 2006 voraussichtlich ohnehin aussteigen, weil der Wettbewerb um Privatkunden im Strommarkt weniger heftig sei, als vor einigen Jahren angenommen. Ein Wechsel der TV-Rechte zu Premiere würde die Entscheidung nur beschleunigen.

© SID

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