Stadion-Sicherheit
Runder Tisch mit WM-OK und Warentest

In der Diskussion um die Sicherheit in den deutschen WM-Stadien wird es in den kommenden Tagen zu einem Treffen zwischen dem Organisationskomitee und den Verantwortlichen der Stiftung Warentest kommen.

Kommunikation statt Konfrontationskurs: Ein Treffen der uneinigen Parteien soll in der Diskussion um die Sicherheit der Stadien für die Weltmeisterschaft 2006 (9. Juni bis 9. Juli) für Fortschritte sorgen. Aus diesem Grund wird es in den kommenden Tagen eine Zusammenkunft zwischen dem deutschen Organisationskomitee (OK) und den Verantwortlichen der Stiftung Warentest geben. Das ist das Ergebnis der Beratungen der Stadionbetreiber, die sich am Montag mit dem OK in der Zentrale des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) getroffen haben.

Das Gespräch zwischen OK und den Verbraucherschützern soll in den kommenden Tagen in Berlin stattfinden, ein genauer Termin steht aber noch nicht fest. Bei dem Treffen wollen die OK-Vertreter einen genauer Einblick in die Untersuchungs-Ergebnisse gewinnen. Das OK geht nach wie vor davon aus, dass Fehler bei der Erhebung der Fakten zu falschen Ergebnissen bei der Sicherheitsstudie der Stiftung geführt haben. Die Studie hatte in den Arenen in Berlin, Leipzig, Gelsenkirchen und Kaiserslautern erhebliche Mängel festgestellt.

Mängelliste ausführlich durchgearbeitet

Bei den zweieinhalb Stunden dauernden Beratungen in Frankfurt sind die Stadionbetreiber die Mängelliste der Stiftung Warentest durchgegangen. Lediglich die Vertreter der Münchner Arena waren nicht vor Ort, legten aber einen ausführlichen Bericht vor.

Nach der Sitzung kam das OK zu dem Schluss, dass es keine Forderungen zur baulichen Nachbesserung in den Stadien geben werde. Diese Linie werde laut OK-Sprecher Jens Grittner auch vom Weltverband Fifa vertreten. Dennoch ist im März zusammen mit der Fifa eine erneute Begehung der Stadien geplant. Schon zuvor wollen die Betreiber die Stiftung Warentest zu einem ausführlichen Rundgang in den Stadien mit allen beteiligten Behörden einladen.

Das OK teilte außerdem mit, dass die Warentest-Studie auch auf der Tagesordnung der Fachkommission Bauaufsicht der Bauminister-Konferenz der Länder in der vergangenen Woche stand. Dabei gab es laut OK einen einstimmigen Beschluss, der die derzeit gültige Muster-Veranstaltungs-Verordnung bestätigte. Diese Verordnung sieht unter anderem vor, dass die Fluchtwege ins Freie führen müssen.

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%