Star der Medien
Ronaldo in punkto Medienpräsenz die Nr. Eins

Der Brasilianer Ronaldo bleibt weiter der Star in den Medien. Der Stürmer der "Selecao" hat den Torrekord bei einer WM im Visier, fällt aber momentan mehr durch Hüftspeck, Fußblasen und Diskobesuche auf.

Die Schlagzeilen in den Reihen der brasilianischen Nationalmannschaft, die ihr Quartier in Königstein/Taunus haben, schreibt momentan einzig und allein Ronaldo. Der etwas übergewichtige Torjäger schlägt selbst Ronaldinho, den neuen "Selecao"- Superstar in der Medienpräsenz. "So ist Ronaldo halt. Aber seine Aufgabe is es Tore zu machen. Am besten bei der WM", sagt sein Nationalmannschafts-coach Carlos Alberto Parreira und läßt ein wenig Kritik anklingen.

Neben dem erneuten Gewinn der Torjägerkanone hat Ronaldo noch einige Rekorde im Visier. Bei einem weiteren WM-Triumph zöge er mit Brailiens Legende Pelé gleich, der die begehrte Trophäe bereits drei mal gewann. Den zweiten Platz in der verbandsinternen Torjägerliste hat Ronaldo mit ihm schon gemein. Drei Treffer bei dieser WM und der 29-Jährige zieht sogar in der ewigen WM-Torjägerliste an Gerd Müller vorbei.

Spekulationen über Form und Lebensstil prallen am Weltmeister von 1994 und 2002 jedoch ab. "Ich fühle mich noch nützlich für das Team", behauptet Ronaldo, gibt aber zu: "Ich profitiere schon von meiner Erfahrung, laufe weniger, kürze die Wege ab." Auf dem Trainingsplatz muss der Brasilianer, dessen hoch gewachsene Figur sich sichtbar zu einem "Kraftpaket" ausgeweitet hat, derzeit bei Extraschichten ein bisschen mehr schwitzen als seine Kollegen.



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Nicht neidisch auf Ronaldinho

Über den Beliebtheitsgrad seines Nationalmannschaftskollegen Ronaldinho sagt er kollegial: "Wichtig ist, dass er den Druck auf dem Platz vergisst und sich nur auf sein Spiel konzentriert", und läßt sich keinen Neid anmerken.

Nach gut einem Jahrzehnt als Solist im Rampenlicht kennt Ronaldo die Spielregeln des Mediengeschäfts. So wurde "o Fenomeno" in den frühen Morgenstunden des Pfingstmontags in der Frankfurter VIP-Disco "Galerie" gesichtet. Der freie Tag in Begleitung des Fotomodells Raica Oliveira endete erst eine Minute vor Ablauf des Zapfenstreichs. In Badeschlappen betrat Ronaldo, dem zwei Tage lang Blasen an beiden Füßen plagten, um 22:29 Uhr das Hotel Kempinski Falkenstein. Alles auf Fotos festgehalten. Schon in Weggis war der Nachtausflug nach dem 8:0 gegen den FC Luzern in Basel Tagesthema. Parreira spielte den Vorfall herunter und erklärte: "Ich muss nicht in der freien Zeit den Spielern nachspionieren. Das sind Profis, die wissen, was man machen darf."

Parreira ist sich auch sicher, dass "Ronaldo besser drauf ist als vor vier Jahren", als nach zwei Knieoperationen hinter seiner WM-Form ein dickes Fragezeichen stand. Diesmal setzte ihn eine Muskelverletzung 52 Tage außer Gefecht, aber in den Tests gegen Luzern und Neuseeland meldete er sich mit drei Toren zurück. Weitere sollen nun in seinem 100. Länderspiel für die "Selecao" am kommenden Dienstag beim WM-Auftakt der Brasilianer in Berlin gegen Kroatien folgen.

© SID

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