Stars geben sich die Klinke in die Hand
Jede Menge Prominenz auf den VIP-Tribünen

Während der ersten WM-Woche haben sich bereits zahlreiche Staatsoberhäupter auf den VIP-Tribünen der Stadien blicken lassen. Am fleißigisten ist Bundespräsident Horst Köhler.

Sie sind Könige, Prinzen oder Regierungschefs, aber wenn der Ball rollt, sind sie vor allem auch Fußball-Fans: Während es sich die VIP´s aus aller Welt in den Stadien gemütlich machen, befinden sich deutsche Politiker in diesen Tagen im WM-Dauerstress. So führen Bundespräsident Horst Köhler und seine "Dauerbegleiterin", Bundeskanzlerin Angela Merkel, beim dritten deutschen Vorrundenspiel am Dienstag (16.00 Uhr) gegen Ecuador in Berlin ein fünfköpfiges Minister-Aufgebot im Olympiastadion an.

Die Kanzlerin hat ein Herz für den Fußball und outete sich in den ersten beiden Begegnungen der DFB-Elf auch als Fachfrau. "Der Sieg war verdient und psychologisch unglaublich wichtig", lautete ihr treffendes Urteil nach dem 1:0 gegen Polen. Die Regierungs-Chefin fieberte während der 90 Minuten im Dortmunder Westfalenstadion mit der deutschen Mannschaft und ließ ihrem Jubel beim Siegtor von Oliver Neuville in der Nachspielzeit freien Lauf.

Regierungsmitglieder bei 64-WM-Spielen anwesend

Mindestens ein deutschen Regierungsmitglied ist bei den 64 WM-Spielen anwesend. WM-"Rekordler" ist Verteidigungsminister Franz Josef Jung. Der CDU-Mann sitzt bei 14 Partien auf der Tribüne, gefolgt von Außenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD), der auf 13 WM-Einsätze kommt, Innenminister Wolfgang Schäuble (10) und Horst Köhler (9). Angela Merkel bringt es immerhin auf sechs WM-Spiele.

Doch was wäre eine Fußball-WM ohne die Staatsgäste aus aller Welt. Die Heerschau ist ein beliebtes Ziel der TV-Kameras. Jubelt König Juan Carlos bei spanischen Toren? Wie macht sich Prinz William als England-Fan? Die Antworten liefern entsprechende Fernsehbilder ins Haus.

Die Promis geben sich in den zwölf WM-Arenen die "Klinke in die Hand". Nachdem beim Eröffnungsspiel auch EU-Kommissionspräsident Jose Manuel Barroso dabei war, hat sich für das Finale am 9. Juli in Berlin sogar Kofi Annan angesagt. Der Generalsekretär der Vereinten Nationen sucht angesichts zahlreicher politischer Krisenherde zumindest für wenige Stunden Entspannung. Dabei darf das Spiel auf dem Rasen aber durchaus sportlich für Aufregung sorgen.

Kein US-Politiker vor Ort

Politvertreter der USA glänzen derweil durch Abwesenheit. Weder Präsident George W. Bush noch ein Stellvertreter drücken den US-Kickern auf der Tribüne die Daumen. Zumindest hatte Fußball-Laie Bush der Nationalmannschaft vor dem ersten Spiel telefonisch alles Gute gewünscht.

Von ausgesprochenem Fachwissen zeugt dagegen die Besuchsliste des Kronzprinzen von Brunei, der sich vier Leckerbissen ausgesucht hatte: das Eröffnungsspiel, zwei Partien mit England und eine mit Titelverteidiger Brasilien.

Einer war in Deutschland allerdings nicht willkommen: Irans umstrittener Präsident Mahmud Ahmadinedschad, der sich mit seinen Äußerungen gegen Israel selbst ins Abseits gestellt hatte. Vertreten wurde er von seinem "Vize" Mohammed Aliabadi. Ein möglicher Achtelfinal-Besuch Ahmadinedschads entfällt, da die iranischen Kicker das drohende politische Problem mit ihrem sportlichen Ausscheiden elegant gelöst haben.

© SID

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