Statt ins Stadion auf die Straße
Fan-Proteste beim Confed-Cup

Die meisten Fußball-Anhänger werden beim Confed-Cup in die Stadien pilgern oder die Spiele am Fernseher verfolgen. In Frankfurt geht eine Fan-Gruppierung lieber auf die Straße. Sie will mit der Aktion im Vorfeld des Eröffnungsspiels zwischen der deutschen Nationalmannschaft und Australien gegen angebliche Willkür in den deutschen Stadien demonstrieren.

HB FRANKFURT. In einer Pressemitteilung vom Donnerstag kritisieren die Anhänger, dass es in den vergangenen Wochen "immer wieder zu Übergriffen von Sicherheitsorganen auf friedliche Fans" gekommen sei. Sie müssten davon ausgehen, dass die Anhänger auch in Zukunft als "Versuchskaninchen für die Hochsicherheits-WM herhalten" müssten.

Natürlich müsse das Thema Sicherheit sehr sensibel gehandhabt und umgesetzt werden, sagte der Sprecher des WM-Organisationskomitees, Jens Grittner. "Es geht darum, dass denjenigen, die ins Stadion kommen, auch ein sicheres Umfeld geboten wird." Im Vordergrund stehe eine friedliche Atmosphäre.

Der Demonstrationszug unter dem Motto "Fußball-Fans im Abseits" soll von der Otto-Fleck-Schneise aus starten, also in unmittelbarer Nachbarschaft zum Waldstadion, wo um 21.00 Uhr das Eröffnungsspiel angepfiffen wird. "Wir alle sind an einer friedlichen und stimmungsvollen WM interessiert, müssen aber feststellen, dass man uns ausschließen will, indem man uns in die kriminelle Ecke drängt. Es ist fünf nach zwölf und Zeit zum handeln", hieß es in der Mitteilung.

Nach Meinung von Mitinitiator Henning Schwarz von den "Ultras" des Bundesliga-Rückkehrers Eintracht Frankfurt hätten Willkür und Repressionen der Polizei gegenüber den Fans klar zugenommen. Schwarz forderte dabei den Deutschen Fußball-Bund (DFB) zu einer engen Zusammenarbeit auf. Sollte die Demonstration in Frankfurt, bei der die erwarteten 1000 Teilnehmer verschiedenfarbige T-Shirts mit der Aufschrift "Getrennt bei den Farben - vereint in der Sache" tragen werden, nicht den erhofften Erfolg bringen, wollen die Fans mit weiteren Aktionen auf sich aufmerksam machen.

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