Steigenberger wächst bescheiden
Hotelbranche hofft auf mehr Gäste zur WM

Die deutsche Markenhotellerie geht mit vorsichtigem Optimismus in das Weltmeisterschaftsjahr 2006. Schon vor dem ersten Anpfiff verzeichnet die größte deutsche Hotelkette Steigenberger im ersten Quartal sechs Prozent mehr Umsatz, bei steigenden Erlösen. Zur WM hofft die gesamte Hotelbranche auf mehr Gäste.

FRANKFURT. Im vergangenen Jahr erreichte die Gruppe mit 76 Häusern überwiegend in Deutschland zwar ihre beste durchschnittliche Zimmerauslastung seit 1991, berichtete sie gestern in Frankfurt. Doch sie musste dabei hinnehmen, dass die Zimmerpreise geringfügig nachgaben.

Vorstandssprecher Karl Anton Schattmaier sieht sich damit im Branchentrend: "Den Hotels auf dem deutschen Markt ist es wieder einmal nicht gelungen, die Durchschnittspreise zu steigern oder zumindest zu halten." Das bestätigt auch eine Studie des Hotelverbandes Deutschland (IHA) für den Gesamtmarkt der fast 37 000 Hotels, Gasthöfe und Pensionen, die über 1,5 Mill. Betten anbieten. Die Betriebe würden sich die höheren Auslastungszahlen (+ 2,4 Prozent) durch verringerte Durchschnittspreise (- 0,8 Prozent) "teuer" erkaufen. Die Preiserholung der Branche lasse auf sich warten.

Steigenberger kann das im eigenen Unternehmen nachvollziehen: Bei den Hotels in der Schweiz und Österreich sei die Entwicklung besser verlaufen: Dort seien die durchschnittlichen Übernachtungspreise kräftig gestiegen, berichtete Schattmaier. Die Gruppe steigerte ihren Umsatz portfoliobereinigt um 2,4 Prozent auf knapp 430 Mill. Euro. Dabei legten die Hotels mit knapp zwei Prozent auf 334 Mill. Euro zu. Das sei "im schwierigen deutschen Markt durchaus ein Erfolg", sagte Schattmaier. Das Vorsteuer-Ergebnis liege absolut mit 2,3 (Vj.: 6,4) Mill. Euro zwar unter Vorjahr, ergänzte Finanzvorstand Matthias Heck. Bereinigt um einmalige Effekte sei das Ebit aber auf 8,6 Mill. Euro gesteigert worden - bei gleichzeitiger Rentabilitätsverbesserung und einem deutlichen Abbau der Nettoverschuldung.

Für Steigenberger sei 2005 ein Jahr der Konsolidierung gewesen, nachdem die Gruppe 2004 das Portfolio von vier auf zwei Marken reduziert habe - Stadt- und Ferienhotels der Steigenberger Hotels and Resorts sowie die Mittelklasse der Intercity-Hotels. Insgesamt erzielten die Betriebe eine Belegung von 63 Prozent (+ 1,7 Prozent), wobei die Intercity-Hotels mit 70 Prozent besser abschnitten.

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