Steuer-Affäre im Fußball Das absurde Wechseltheater um Cristiano Ronaldo

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Flucht ist für Ronaldo keine vernünftige Lösung
So fix stürmt CR7 am Gehalt anderer vorbei
Im Zwielicht
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Enthüllungen um Geldflüsse und Steuertricks rücken den internationalen Spitzenfußball und seine Top-Stars einmal mehr ins Zwielicht. Millionensummen flossen angeblich über Briefkastenfirmen in Steueroasen. Beraterhonorare sollen nicht korrekt beim Fiskus abgerechnet worden sein. Strohmänner, allzu zahlungswillige Vereine und Sponsoren und großzügige Steuerbehörden komplettieren das Sittengemälde. Mit dabei ist auch Superstar Cristiano Ronaldo.

Die große Gier
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"Nachdenklicheren Menschen erscheinen Ronaldo, Messi & Co. - auch Mesut Özil hat übrigens eine Schwäche für monströse Kopfhörer - als Vertreter einer Kaste, die mindestens ebenso wie vom sportlichen Ehrgeiz von grenzenloser Gier getrieben wird und nichts davon wissen will, dass ihre überdurchschnittlich hohen finanziellen Verpflichtungen gegenüber der Gesellschaft aus exorbitant hohen Einkünften resultieren."
(Kommentar der Allgemeine Zeitung Mainz)

Bestverdienender Sportler
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Laut der britischen Zeitschrift „The Sun“ verdient Ronaldo bei Real Madrid 581.500 Euro – pro Woche. Das Jahresgehalt beträgt damit etwa 30,2 Millionen Euro. Insgesamt nahm Ronaldo laut dem US-Magazin „Forbes“ allein im Jahr 2016 etwa 82,6 Millionen Euro ein und ist damit der bestverdienende Sportler weltweit. Doch was bedeutet das eigentlich im Vergleich zu Arbeitern, Managern, Politikern oder Königen? Wie schnell erreicht Ronaldo das Einkommen anderer? Einige Beispiele.

Drei Minuten
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Würde man einen 450-Euro-Job, beispielsweise das Gehalt einer Reinigungskraft, gegen Cristiano Ronaldos Gehalt rechnen, so wird der Unterschied extrem krass: der Fußballer müsste gerade einmal rund acht Minuten arbeiten, um auf das Monatsgehalt einer Reinigungskraft zu kommen. Verglichen mit seinem Gesamteinkommen für 2016 wären es sogar nur etwa drei Minuten.

Ein Tag im Jahr
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Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) bekommt ab Februar 2017 eine kleine Gehaltserhöhung und verdient dann 225.840 Euro im Jahr. Cristiano Ronaldo müsste für diese Summe etwa eine halbe Woche bei Real Madrid arbeiten. Betrachtet man seine Gesamteinnahmen inklusive Werbeverträgen und Gewinnen aus seiner Modekollektion, so müsste Ronaldo lediglich einen Tag im Jahr arbeiten, um auf das Jahresgehalt der deutschen Bundeskanzlerin zu kommen.

Anderthalb Tage
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US-Präsident Barack Obama verdient jährlich knapp 370.000 Euro. Hierfür müsste Cristiano Ronaldo bei Real Madrid etwa vier Tage arbeiten, am Gesamtvermögen gemessen sogar nur anderthalb Tage.

Zehn Tage
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Modeunternehmer und Reality-TV-Star Robert Geiss hat mit der Modemarke „Uncle Sam“ ein Millionenvermögen gemacht. Im Jahr 2016 verdiente er geschätzt zwei Millionen Euro. Ein Betrag, für den Cristiano Ronaldo weniger als einen Monat bei Real Madrid arbeiten müsste. Etwa zehn Tage müsste Ronaldo arbeiten, wenn man sein Gesamteinkommen für 2016 betrachtet.

Flucht ist angesichts dessen für Ronaldo keine vernünftige Lösung. Wenn er noch ein paar Jahre seiner Lieblingsbeschäftigung nachgehen will, dem Fußballspiel auf hohem Niveau, muss er sein Problem in Spanien rasch lösen: Entweder er fechtet das Thema juristisch durch oder er setzt auf die Milde der Behörden.

Um die Stimmung in Spanien zu drehen, hätte er eine Fülle von Möglichkeiten. Durch ein schnelles Geständnis, die Begleichung der Steuerschuld und großzügige Spenden würde sein Image womöglich nur geringen Schaden nehmen, selbst wenn er verurteilt würde. Leider hat er sich diesen Weg durch seine erste, bockige Reaktion auf die Steueranklage erst einmal verbaut.

Wenn Ronaldo und seine Berater auch in den nächsten Monaten die eingeschlagene Strategie weiter verfolgen, bleibt dem Star vielleicht nur noch ein Land wie China. Dort könnte er, mit dem Segen der Staatsführung, vor dem spanischen Knast sicher sein. Allerdings sitzen in China die Millionen für den Fußball auch nicht mehr so locker.

Überdies muss sich der Superstar dann fragen: Will er den Rest seines Lebens von China oder irgendeinem Staatschef in einer anderen Steueroase der Welt abhängig sein? Wohl kaum, das würde so gar nicht zu Ronaldo passen.

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1 Kommentar zu "Steuer-Affäre im Fußball: Das absurde Wechseltheater um Cristiano Ronaldo"

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  • Doch nicht nach Bayern, die würden doch NIEMALS einen Steuerhinterzieher verpflichten!!

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