Streit um Kamerun-Trikots beendet
Vergleich zum Puma-Einteiler erzielt

Der Fußball-Weltverband Fifa und der Sportartikelhersteller Puma haben ihren Rechtsstreit um das Einteiler-Trikot der Nationalmannschaft von Kamerun beendet und sich auf einen außergerichtlichen Vergleich geeinigt.

ZÜRICH/HERZOGENAURACH. „Diesen Vergleich haben die Parteien im Interesse des internationalen Fußballsports abgeschlossen“, hieß es am Dienstag in einer offiziellen Erklärung der Fifa in Zürich. Über den Inhalt der Vergleichsvereinbarung ist von beiden Seiten Stillschweigen vereinbart worden.

Nach Puma-Angaben wurde eine gemeinsame Spende für ein Fußball-Entwicklungshilfe-Projekt in Kamerun vereinbart. Außerdem werde der Herzogenauracher Ausrüster bei der Fifa die Wiederzulassung des Einteilers beantragen.

Die Fifa hatte die Einteiler der Nationalmannschaft Kameruns während des Afrika-Cups 2004 verboten. Puma wollte ursprünglich zwei Millionen Euro Schadenersatz. Das Unternehmen erklärte am Dienstag in einer Mitteilung: „Als führender Ausrüster afrikanischer Fußballverbände engagieren wir uns seit vielen Jahren nicht nur im Sponsoring, sondern auch aktiv in der Fußball-Entwicklungshilfe. Es war daher unser Wunsch, dieses Engagement zusammen mit der Fifa in Kamerun auszuweiten und die Spende dort gezielt für einen karitativen Zweck einzusetzen.“

Beim Afrika-Cup 2004 hatte der Weltverband Kamerun ursprünglich mit dem Abzug von sechs Punkten in der WM-Qualifikation bestraft, dieses Urteil später aber aufgehoben. Bestehen blieb allerdings eine Geldstrafe von 200 000 Schweizer Franken (130 000 Euro), die Puma für den Fußballverband von Kamerun beglich. Der Konzern argumentierte vor Gericht, dass die Fifa die einteiligen Trikots bereits ein dreiviertel Jahr vor dem Afrika-Cup gekannt habe. Das Verbot sei dann völlig überraschend gekommen.

Zum Prozessauftakt beim Landgericht Nürnberg hatte die Vorsitzende Richterin zu erkennen gegeben, dass sie das Verhalten des Weltverbandes für kartellrechtswidrig hält. Die Fifa habe die Regeln zur Bekleidung von Fußballspielern willkürlich ausgelegt. Nachdem die Richterin in Pension gegangen war, musste der Fall vor Gericht neu aufgerollt werden.

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