Streit um Spielerabstellungen
Rummenigge droht der Fifa mit Klage

Der Streit um die Abstellung von Nationalspielern hat eine neue Stufe erreicht. Bayern-Vorstandschef Rummenigge fordert von der Fifa Reformen und droht sogar mit einer Klage.

Karl-Heinz Rummenigge hat erneut umfassende Reformen im Fußball gefordert und dem Weltverband Fifa im Abstellungsstreit mit einem Prozess gedroht. Der Vorstandschef von Rekordmeister Bayern München will den Spielkalender verändern, einen Versicherungsschutz für Profis und generell mehr Mitsprache für die Klubs. Wichtigste Forderung Rummenigges ist aber die Veränderung der Fifa-Bestimmungen für die Spieler-Abstellung für Länderspiele.

"Die Fifa müsste ihre Statuten ändern. Wir als Arbeitgeber können nicht mehr akzeptieren, dass uns nur par ordre de Mufti der Kalender mitgeteilt wird, dass wir die Spieler kostenlos abstellen. Gelingt uns kein Konsens, wird irgendwann eine Beschwerde eingeleitet. Und dann gnade Gott der Fifa!", sagte Rummenigge dem Fachmagazin kicker.

Rummenigge schließt drastische Maßnahmen nicht aus

Sollte ein Verein den Gang vor den Europäischen Gerichtshof (Eugh) wagen, da ist sich Rummenigge sicher, "würde der Klub mit Pauken und Trompeten gewinnen". Und der Bayern-Boss hält einen Prozess für durchaus möglich, denn: "Ich bin skeptisch, dass mit der Fifa und der Uefa Lösungen im Konsens möglich sind."

Mit der europäischen Klub-Vereinigung ECA, in der 197 Klubs organisiert sind und deren Vorsitzender Rummenigge ist, hat Rummenigge schon konkretes Vorgehen vereinbart und "beschlossen, dass wir den Kalender und den Versicherungsschutz angreifen. Wir gehen davon aus, dass es bis 2012 Lösungen gibt. Falls nicht, schließe ich drastische Maßnahmen der Vereine nicht aus."

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