Streit um TV-Rechte Spaniens Fußballer wollen Liga lahmlegen

Die spanischen Fußballstars halten an ihrem geplanten Streik fest. Sie kritisieren eine Verordnung zur Verteilung der TV-Gelder. Am kommenden Spieltag droht der Ligaalltag der Primera División damit zu platzen.
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huGO-BildID: 37495182 Spain's Xavi Hernandez, left, and goalkeeper Iker Casillas attend a press conference the day before the group B World Cup soccer match between Spain and the Netherlands at the Arena Ponte Nova in Salvador, Brazil, Thursday, June 12, 2014. (AP Photo/Christophe Ena) Quelle: ap

huGO-BildID: 37495182 Spain's Xavi Hernandez, left, and goalkeeper Iker Casillas attend a press conference the day before the group B World Cup soccer match between Spain and the Netherlands at the Arena Ponte Nova in Salvador, Brazil, Thursday, June 12, 2014. (AP Photo/Christophe Ena)

(Foto: ap)

MadridDie spanische Gewerkschaft der Profi-Fußballer (AFE) hält an ihrem Streikaufruf fest. Verhandlungen mit dem Verband der Profi-Liga (LFP) scheiterten am Dienstag in Madrid. Beide Seiten teilten nach dem Treffen vor einer Schlichtungsstelle mit, keine Annäherung erzielt zu haben. Die AFE will den Spielbetrieb in der 1. und 2. Liga von diesem Wochenende an für unbestimmte Zeit zum Stillstand bringen.

Davon wären unter anderem die zwei letzten Spieltage der Primera División und das Pokalfinale zwischen dem FC Barcelona und Athletic Bilbao betroffen. Der Streit richtet sich gegen eine Verordnung der spanischen Regierung, wonach die TV-Rechte für die Übertragung von Ligaspielen künftig nicht mehr von den einzelnen Clubs, sondern zentral von der Profi-Liga vermarktet werden.

Die Profis fühlen sich bei der Verabschiedung der Regelung übergangen und verlangen Änderungen. Stars wie Iker Casillas, Sergio Ramos (Real Madrid), Andrés Iniesta, Gerard Piqué, Xavi (FC Barcelona) oder Juanfran (Atlético Madrid) unterstützten den Streikaufruf.

Die Fußballer mit den dicksten Gehaltsschecks
Platz 15: Luis Suarez
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Luis Suarez beißt sich durch – im wahrsten Sinne des Wortes. Auf dem Platz macht er im Zweifelsfall auch von Zähnen Gebrauch, um seine Gegner zu besiegen. So geschehen während der Weltmeisterschaft in Brasilien. Während des Spiels gegen Italien biss Suarez dem Verteidiger Giorgio Chiellini in die Schulter. In seinem späteren Leben wird sich der Uruguayer nicht mehr durchbeißen müssen. Angesichts von Jahreseinnahmen in Höhe von 17,3 Millionen Dollar, dürfte Suarez ausgesorgt haben.

Platz 14: Franck Ribery
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Der FC Bayern ist in der Bundesliga derzeit das Maß aller Dinge – auch gehaltstechnisch. Das dickste Portemonnaie hat Franck Ribery. Seinem Arbeitsgeber sind seine Dienste satte 16,8 Millionen Dollar wert. Zusammen mit den Werbeeinnahmen beläuft sich das Jahreseinkommen des Franzosen auf 18,3 Millionen Dollar.

Platz 13: Mesut Özil
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In England wird die Kritik an den Weltmeister immer lauter. Stark angefangen baut Mesut Özil bei Arsenal immer mehr ab. Der erhoffte Heilsbringer ist er nicht. Die schwankenden Leistungen des sensiblen Kickers werden dennoch fürstlich entlohnt. Insgesamt beträgt sein Jahresgehalt 18,5 Millionen Dollar.

Platz 12: Steven Gerrard
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Die beste Zeit hat der ehemalige englische Nationalspieler Steven Gerrard bereits hinter sich. Mit Liverpool gewann er 2005 die Champions League. Drei Mal wurde er als Englands Fußballer des Jahres ausgezeichnet. Nach 17 Jahren verabschiedet sich Gerrard nun vom Traditionsverein. Zum Ende der Saison wechselt er zu Los Angeles Galaxy. Der Wechsel dürfte seinem Einkommen nicht schaden. 2014 verdiente der noch-Liverpooler 18,7 Millionen Dollar.

Platz 11: Robin van Persie
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Neben der überlegenen Leistung der Niederländer im WM-Vorrundenspiel gegen Ex-Weltmeister Spanien bleibt Robin van Persies Flugkopfball wohl für lange Zeit in Erinnerung. Im den sozialen Netzwerken sorgte die akrobatische Einlage für begeisterte Nachahmer. Selbst van Persies Großvater ließ es sich nicht nehmen, die außergewöhnliche Bewegung zu imitieren. Die Leistungen des für Manchester United kickenden Fußballers sind allerdings nicht ganz billig. Sein Verein überweist ihm im Jahr rund 16,5 Millionen Dollar. Zusammen mit den Werbeeinahmen kommt van Persie auf 19,5 Millionen Dollar.

Platz 10: Fernando Torres
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Er galt als eines der größten spanischen Stürmertalente. Bei der Europameisterschaft 2008 erzielte er den Siegtreffer im Finale gegen Deutschland. Doch der große Durchbruch im Verein gelang Fernando Torres nie. Den Tiefpunkt seiner Karriere erlebte er in Chelsea. Während der drei Jahre, die er für die „Blues“ spielte, erzielte Torres lediglich 20 Tore. Mittlerweile kickt Torres auf Leihbasis wieder bei Atletico Madrid, seinem ersten Verein. Obwohl seine Leistungen zu wünschen übrig lassen, müssen Fußballvereine für seine Dienst viel Geld in die Hand nehmen. Insgesamt verdiente Torres im vergangenen Jahr insgesamt 21,3 Millionen Dollar.

Platz 9: Yaya Touré
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Der frisch gekürte Afrika-Meister spielt in England für den neureichen Verein Manchester City. Zuvor stand Yaya Toure im Kader des FC Barcelona und bei AS Monaco unter Vertrag. Bei seinem jetzigen Verein bekommt der Ivorer rund 19,2 Millionen Dollar. Insgesamt nimmt Touré im Jahr 21,7 Millionen Dollar ein.

Die LFP hat vor einem Gericht den Antrag gestellt, den Streik für illegal zu erklären. Sie begründete dies damit, dass der Ausstand sich nicht gegen die Arbeitgeber richte, sondern gegen eine Entscheidung der Regierung. Der Nationale Gerichtshof in Madrid will an diesem Mittwoch darüber beraten.

  • dpa
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