Fußball
Strutz: "Irgendwann hat auch Mainz wieder Erfolg"

Nach dem vierten Bundesliga-Spieltag rangiert Mainz 05 weiterhin punktlos auf dem letzten Tabellenplatz. Präsident Harald Strutz äußerte sich im Interview zu den Ursachen und der Zukunft des Klubs.

Auch im vierten Anlauf ist der FSV Mainz 05 punkt- und erfolglos geblieben. Gegen den Hamburger SV setzte es eine deutliche 1:3-Schlappe für den Tabellenletzten. Präsident Harald Strutz sprach mit der Presse über die Probleme des ehemaligen "Hurra-Fußball"-Lieferanten, aber auch über die Chancen durch die Teilnahme am Uefa-Cup.

Frage: "Harald Strutz, nach dem 1:3 gegen den Hamburger SV bleibt der FSV Mainz 05 punktloser Tabellenletzter. Sie wirken sehr enttäuscht..."

Harald Strutz: "Es ist derzeit frustrierend. Die Art der Niederlage gegen den HSV hat mich sehr geärgert. Wir bekommen in der 43. Minute ein Gegentor und direkt nach der Halbzeit noch eins. Dann machen wir den Anschlusstreffer, und postwendend fällt das 1:3. Da muss man sich doch aufregen. Allerdings muss man auch sagen, dass wir gegen einen ausgesprochen starken HSV verloren haben."

Frage: "In der Bundesliga stehen in den kommenden Wochen die Schlagerspiele gegen den VfB Stuttgart, beim 1. FC Kaiserslautern und gegen Borussia Dortmund auf dem Programm, dazu noch die beiden Uefa-Cup-Spiele gegen den spanischen Topklub FC Sevilla. Stürzt der FSV jetzt richtig ab?"

Strutz: "Das glaube ich nicht. Irgendwann werden wir auch wieder Erfolg haben. Aber der Fußball lebt nunmal von individuellen Fehlern, und davon machen wir im Moment zu viele. Wir sind gegen den HSV einfach wieder ausgekontert worden. Das liegt nicht am System, auch nicht am Einsatz, sondern daran, dass der HSV cleverer war."

Frage: "Befürchten Sie eine Eigendynamik wie im vergangenen Jahr beim VfL Bochum? Nach dem Aus in der ersten Uefa-Cup-Hauptrunde musste der VfL am Saisonende den bitteren Gang in Liga zwei antreten. Auch den Mainzern droht das frühe Aus gegen den FC Sevilla."

Strutz: "Vielleicht können wir ja schon am Donnerstag in Sevilla den Schalter umlegen und mit einem guten Ergebnis etwas für unser Selbstbewusstsein tun. Spielerisch kann man der Mannschaft ja auch überhaupt keinen Vorwurf machen, nur die Ergebnisse stimmen nicht. Es gilt zu bedenken: Gegen unsere direkten Konkurrenten 1. FC Köln und Arminia Bielefeld haben wir auswärts durch Elfmeter verloren, und gegen Werder Bremen und Hamburg darf man verlieren."

Frage: "Vor einigen Jahren hatten Sie einen legendären Auftritt in der Kabine, als die Mannschaft zum Saisonende in eine Schwächeperiode geraten war. Könnte Trainer Jürgen Klopp diese Form der Unterstützung auch im Moment gebrauchen?"

Strutz: "Das ist nicht nötig. Wir müssen die Spieler aufbauen und nicht noch auf sie draufhauen. Jürgen Klopp ist ein starker Trainer. Da besteht kein Zweifel. Deshalb muss ich mich auch nicht mehr lächerlich machen und in der Kabine Reden schwingen.´´

© SID

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