Stürmer will weg
Rooneys Wechselabsichten schockieren Manchester

Die Wechselabsichten von Wayne Rooneys halten ganz England vor dem heutigen Champions-League-Spiel von Manunited gegen Bursaspor in Atem. Trainer Alex Ferguson ist "schockiert ".

Am Montag suchte Superstar Wayne Rooney noch Entspannung beim Golfspielen, doch mit der Ruhe war es am Dienstag mit einem Schlag vorbei. Teammanager Sir Alex Ferguson bestätigte einen Tag vor dem Spiel des englischen Fußball-Rekordmeisters Manchester United in der Champions League gegen den türkischen Meister Bursaspor am Mittwoch (20.45 Uhr/Sky), dass Rooney den Klub verlassen will.

Nicht nur die United-Fans sind entsetzt. "Ich hatte ein Treffen mit ihm. Dabei hat er mir gesagt, dass er gehen wolle. Das hat mich schockiert und enttäuscht", sagte Ferguson.

Nach Angaben Fergusons hatte Rooney, der gegen Bursaspor wegen einer Knöchelverletzung ausfällt, schon vor dem Start der laufenden Spielzeit erklärt, dass er gehen wolle. Einen Streit mit Rooney habe es deswegen aber nicht gegeben.



Ferguson ist "wahnsinnig enttäuscht"

"Es war einfach nur wahnsinnig enttäuschend, dass er weg wollte. Wir konnten es nicht verstehen. Seit er bei uns ist, haben wir ihm immer geholfen - auch bei privaten Problemen. Das macht es für uns umso rätselhafter", sagte der Schotte, der trotz allem auf einen Verbleib Rooneys hofft: "Wir sind einfach nur erstaunt, dass er einen solch erfolgreichen Klub verlassen will. Aber wir müssen die Tür für ihn offenhalten, weil er so ein guter Spieler ist."

Zuvor hatte es bereits Gerüchte über einen Zwist zwischen Rooney und Ferguson sowie einen bevorstehenden Vereinswechsel gegeben. Die neuesten Spekulationen drehen sich um einen Wechsel Rooneys in der Winterpause zum Stadtrivalen Manchester City. Laut Angaben des größten Boulevardblatts The Sun will es der Torjäger mit diesem Schritt Ferguson, der angeblich seit einem Monat nicht mehr mit ihm geredet hatte, heimzahlen. Das Blatt zitiert einen Freund Rooneys, der behauptet, dass Ferguson seinen einstigen Lieblingsschüler seit dem Bekanntwerden der Affäre mit zwei Prostituierten vollkommen ignoriert.

Rooney wäre nicht das erste "Opfer" Fergusons. In der Vergangenheit brachten David Beckham, Roy Keane, Ruud van Nistelrooy und Jaap Stam kein Bein mehr in Manchester auf den Boden, nachdem der schottische Teammanager den Stab über sie gebrochen hatte. Danach sieht es auch derzeit aus. Schließlich ließ Ferguson seinen Starstürmer beim 2:2 am Wochenende gegen West Bromwich Albion 72 Minuten lang auf der Ersatzbank schmoren.



Mourinho glaubt nicht an Wechsel

Trotz der atmosphärischen Störungen glaubt ein guter Kenner des englischen Fußballs nicht an einen Abschied Rooneys von Old Trafford. "Ich glaube nicht, dass er zu haben sein wird. Ich denke, dass Ferguson ihn davon überzeugen wird zu bleiben", sagte der frühere Teammanager des englischen Meisters FC Chelsea, Jose Mourinho. Zudem hat Mourinhos derzeitiger Klub Real Madrid Spekulationen über eine Verpflichtung Rooneys zurückgewiesen.

Obwohl Real offiziell kein Interesse zeigt, liegen die Verhandlungen zwischen United und Rooney über eine Verlängerung des bis 2012 laufenden Vertrags auf Eis. Ein zuletzt veröffentlichtes Foto, auf dem Rooney raucht und gegen eine Mauer pinkelt, hatte einen Verbleib des 24-Jährigen bei United noch unwahrscheinlicher gemacht. Auch Rooneys Ehefrau Coleen soll mittlerweile eine große Abneigung gegen den Klub entwickelt haben, da offenbar zahlreiche Spieler von den Affären ihres Mannes wussten, ihr gegenüber aber geschwiegen haben.

Zudem würde der in die roten Zahlen gerutschte Verein von einem Wechsel Rooneys, der seit Monaten seiner Form hinterherläuft, finanziell profitieren. Schließlich verdient der Angreifer, der 2004 für knapp 30 Mill. Euro Ablöse vom FC Everton kam, derzeit 102 000 Euro in der Woche und strebt angeblich in seinem nächsten Vertrag eine Gehaltserhöhung auf 182 000 Euro an.

© SID

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