Fußball
Stuttgart schlägt Hertha 4:3 nach Elfmeterschießen

Der VfB Stuttgart steht im Halbfinale des Liga-Pokals. Nach torlosen 90 Minuten entschieden die Schwaben das Spiel gegen Hertha BSC Berlin im Elfmeterschießen mit 4:3 für sich.

Giovanni Trapattoni hat in seinem ersten Pflichtspiel als Trainer des Bundesligisten VfB Stuttgart einen glücklichen Erfolg gefeiert und fordert nun im Halbfinale des Liga-Pokals am Dienstag seinen Ex-Klub Bayern München heraus. Der Italiener siegte am Samstag im Vorrundenspiel mit den Schwaben gegen Hertha BSC Berlin nach einem erschreckend schwachen Spiel mit 4:3 im Elfmeterschießen.

Den entscheidenden "Elfer" verwandelte der viel umjubelte Neueinkauf Jon Dahl Tomasson gegen Hertha-Keeper Gerhard Tremmel. Nach regulärer Spielzeit hatte es in der niveauarmen Partie 0:0 gestanden.

Durch den Erfolg hat der VfB neben den 250 000 Euro Antrittsprämie nun bereits vor der Partie gegen Rekordmeister München weitere 436 000 Euro sicher. Berlin muss sich mit zusätzlichen 92 400 Euro begnügen. Sein Debüt für die Schwaben gab auch der dänische Starstürmer Tomasson, der in der 59. Minute eingewechselt wurde.

Rund 20 000 Zuschauer in der nicht einmal halb gefüllten Düsseldorfer Arena sahen jedoch eine Partie, die das niedrige Niveau des ersten Spiels zwischen Werder Bremen und Bayer Leverkusen (1:0) noch einmal bei weitem unterbot. Beide Teams schienen fast einen Nicht-Angriffspakt geschlossen zu haben und in keiner Weise bemüht um gefährliche Offensivaktionen. Die Zuschauer quittierten die Leistungen der beiden Teams zur Halbzeitpause und fast während der gesamten zweiten Halbzeit mit Pfiffen und am Ende gar mit hämischem Beifall.

Ansatzweise als Begründung dienen kann neben der kräftezehrenden Vorbereitung auch die Personallage beider Klubs. Bei Hertha fehlten unter anderem Stammtorhüter Christian Fiedler, Yildiray Bastürk und der Brasilianer Gilberto, der seinen ohnehin verlängerten Urlaub nach dem onföderationen-Cup eigenmächtig ausgeweitet hatte und von Trainer Falko Götz aus dem Kader gestrichen worden war.

Im gesamten ersten Durchgang sahen die Zuschauer jedoch nur eine einzige nennenswerte Torchance, als VfB-Keeper Timo Hildebrand einen Schuss von Oliver Schröder zur Ecke lenkte (23.). Im zweiten Durchgang verflachte die Partie weiter. Daran änderte auch die heiß ersehnte Einwechslung des vom Champions-League-Finalisten AC Mailand nach Stuttgart gewechselten Tomasson nichts.

© SID

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