Stuttgarter Bundesliga-Abstieg
Auch VfB-Präsident Wahler geht

Nach Trainer Kramny geht auch VfB-Präsident Bernd Wahler. Der 57-Jährige übernahm die Verantwortung für den Abstieg und trat zurück. Der Sturz in die zweite Liga sei für ihn immer noch „unfassbar“.

StuttgartBernd Wahler hat mit sofortiger Wirkung sein Amt als Präsident des VfB Stuttgart niedergelegt. Das teilte der in die 2. Fußball-Bundesliga abgestiegene Club am Sonntag mit. Der Aufsichtsrat kündigte an, in einer außerordentlichen Mitgliederversammlung „ein bis zwei geeignete Kandidaten“ für das Wahler-Erbe vorzuschlagen.

„In der Geschichte unseres Vereins war gestern ein schwarzer Tag“, sagte Wahler (57), "wir haben hart gearbeitet, vieles verändert und gekämpft - es hat nicht gereicht. Es ist noch immer unfassbar, wir sind abgestiegen. Dafür übernehme ich die Verantwortung."

Bereits zuvor hatte Jürgen Kramny als Trainer der Profi-Mannschaft des VfB seinen Hut nehmen müssen. Mit dem Abstieg ende Kramnys Vertrag für die Lizenzspielermannschaft, erklärte ein Club-Sprecher, ab dem 30. Juni greife dann wieder sein ursprünglicher Kontrakt als Coach des zweiten VfB-Teams.

Ob der 44-Jährige allerdings tatsächlich ab dem Sommer wieder als Trainer bei den Schwaben arbeiten wird, ist nach dpa-Informationen fraglich. Kramny hatte die Bundesliga-Mannschaft des VfB im vergangenen November übernommen und war mit ihr am Samstag abgestiegen. Es war der erste Stuttgarter Bundesliga-Abstieg seit 41 Jahren.

Auch die Zweitvertretung des Clubs ist aus der dritten Liga in die Regionalliga abgestiegen. Sie wurde seit Kramnys Aufrücken von Walter Thomae trainiert, der künftig aber wieder den Nachwuchsbereich des VfB unterstützen soll.

Schon vor dem 1:3 beim VfL Wolfsburg hatte der VfB nur noch theoretische Chancen auf den Klassenverbleib gehabt. Wer zur neuen Saison Kramnys Nachfolger wird, ist derzeit noch völlig unklar. Zuletzt waren unter anderen die Zweitliga-Trainer Alois Schwartz vom SV Sandhausen oder Frank Schmidt vom 1. FC Heidenheim als mögliche Nachfolger gehandelt worden. Beide hatten entsprechende Medienberichte aber dementiert.

dpa 
dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH / Nachrichtenagentur
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